o2 – can do! So sieht sich der Münchner Netzbetreiber selber gerne und druckt daher sein “can” auf so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Auf der CeBIT, wo man nun seit Jahren mit dem gleichen Messestand anreist, heisst es dann ganz passend “can party!”. Die Party dürfte wohl um einiges größer ausfallen, sollte die Nummer vier von vier es tatsächlich schaffen, seine neuen Terminierungsentgelte durchzubekommen: Um satte 200 Prozent schieben die Möglichmacher ihren Antrag nach oben.
Statt bisher moderater 12,4 Cent möchte man nun im Hause o2 Germany bis zum Jahresende noch 26 Cent, und danach nahezu bescheidene 21 Cent. Erklären möchte man das gerne mit dem späten Start, und der teuren E-Netz-Technik. Das T-Mobile-Roaming ist da auf einmal vergessen, auch die Tatsache, dass es sich bei UMTS bei allen vier in Deutschland um die gleiche Netztechnologie handelt.
Das Verhalten lässt dreierlei Rückschlüsse zu:
- Rudi Gröger, seines Zeichens Chef von o2, hat allen seinen Mitarbeitern eine Weihnachtsgratifikation versprochen und merkt nun, dass dafür kein Geld da war.
- o2 macht es ein wenig wie Premiere, nur ohne die Bundesliga zu verlieren: Einfach mal so dreist sein, wie es geht. Mal sehen, wohin man damit kommt.
- Darüber hat gar keiner nachgedacht, sondern einen Praktikanten machen lassen. Der hat solange mit Vor- und Nachkommastellen-Würfeln gespielt, bis tatsächlich Preise herauskamen, die irgendwie normal, aber auch hoch genug klangen, um ihn nicht sofort zu feuern.
Das wirklich Ärgerliche an der ganzen Aktion: Wir Kunden zahlen nachher wieder die Zeche. Denn zum einen rückt damit eine komplette Flatrate in weite Ferne, zum anderen bevorteilt das ausschließlich o2. Daher kann die Lösung nur lauten: Ein Preis für alles! Regulierungsbehörde, bitte übernehmen Sie!