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Archives: Oktober 2006

Friede, Freude, E-Plus-Quartalszahlen: Ein Wintermärchen

geschrieben von Ernst Exklusiv am 31. Oktober 2006 um 11:39 geschrieben von Ernst Exklusiv am 31. Oktober 2006 um 11:10

WaldEs war einmal ein kleiner grüne Netzbetreiber, der saß alleine im Wald, weil die anderen Kinder nicht mehr mit ihm spielen wollten. Der kleinere, aber auch deutlich jüngere blaue Netzbetreiber, der ebenfalls seit kurzem im Wald war, hatte irgendwie das coolere Blechspielzeug dabei, und die Tiere im Wald fanden es viel interessanter als die alten Spiele der kleinen grünen Netzbetreibers. Auch ärgerte sich der förstergrüne darüber, dass der neue blaue Netzbetreiber schon im Vorgarten der rosa Riesen spielen durfte, und auch dort mit seinen Spielen die Tiere des Waldes anlocken durfte. Da durfte der kleine grüne Netzbetreiber nämlich nie rein.

Er wurde sehr traurig, schließlich sah es so aus, als sei er bald nicht mehr die Nummer 3 im Wald.

Nokia navigiert auf zu neuen Ufern

geschrieben von Ernst Exklusiv am 30. Oktober 2006 um 20:02 geschrieben von Ernst Exklusiv am 30. Oktober 2006 um 20:10

Nokia-NaviOhne Navi geht das heute nicht mehr: Kaum mehr ein Mensch, der noch eine Ahnung von Straßennamen hat, denn es gibt ja TomTom (und die ganzen anderen, die wir hier sicherlich aus Gründen der Gleichberechtigung nennen sollten, worauf ich aber keine Lust habe!). Weiß noch jemand, wie die nächste Querstraße in seinem Wohnort heißt? Ja? Gratuliere, ich will das zwar jetzt nicht wissen, aber vermutlich sind Sie die Ausnahme.

Diese kleinen labernden Besserwisser für die Frontscheibe (“bei der nächsten Gelegenheit umdrehen!“) vermehren sich inzwischen so sehr, dass jeder was von dem Kuchen abhaben will: Nachdem Falk erkannt hat, dass Papier out, der Chip aber in ist, bringt nun sogar Nokia ein Navi auf den Markt. Ja, echt, ohne doppelten Boden, und sogar ohne Handy drin. Finnland, was ist denn nun los?

Keine kleinen Brötchen mehr: Motorola will nur noch Brot backen

geschrieben von Ernst Exklusiv am 30. Oktober 2006 um 11:45 geschrieben von Ernst Exklusiv am 30. Oktober 2006 um 11:10

TipiIn mindestens 78 Prozent aller Management-Ratgeber steht der prima Satz, man möge zunächst das Kleinzeugs, dann das Mittlere hinter sich bringen, um dann später nebenbei aus der hohlen Hand das Unerreichbare zu schaffen. Vermutlich ein Satz eines inzwischen ausgestorbenen Indianers, der ja als solcher gerne zum Zitieren herhalten mag. Einer dieser Ratgeber scheint nun auch in den USA auf dem Schreibtisch von Ron Garriques liegen, der nun vollmundig den Sieg der amerikanischen Mobilfunkmarke verspricht. Nicht sofort, aber doch irgendwann in nicht allzu ferner Zeit.

Das freut zunächst natürlich den Investor, denn so etwas hört man kurz vor Weihnachten ja immer gerne. Auch freut das alle Handymagazine, bedeutet das doch, dass Motorola in Zukunft mehr Werbung schalten möchte, um das Ziel zu erreichen. Aber mit welchen Handys eigentlich? Okay, schick sind sie schon, aber das haben auch alle anderen Hersteller inzwischen kapiert. Es reicht ein schneller Blick zu den Koreanern, die natürlich noch flacher sein wollen.
Doch wenn man ein Moto aufklappt, muss man schon hart im Nehmen sein: Die Menüführung ist richtig retro, nur leider nicht im positiven Sinne. Die ist in neuem Kleid mehr als überfällig, und zum Glück auch schon in Arbeit. Nur ob das reicht, den Finnen vom ewigen Handthron zu schubsen, darf zurecht bezweifelt werden. Wir lehnen uns derweil mal zurück und schauen uns an, was da so passiert. Spannend ist es ja schon!

Mehr Handys bei BASE, das ist doch schon beinahe etwas!

geschrieben von Ernst Exklusiv am 25. Oktober 2006 um 10:33 geschrieben von Ernst Exklusiv am 25. Oktober 2006 um 10:10

BASE mit Handy?Als vor etwas mehr als 12 Monden die bis dato recht wenig kreative Firma E-Plus den neuen Tarif BASE auf den Markt brachte, da war für kurze Zeit Friede, Freude und Eierkuchen-Party in den förstergrünen Läden: Endlich hatte man als Mitarbeiter mal etwas, was die Kunden gut fanden.

Doch wie das immer so ist: Das Umgemach folgte auf dem Fuße: Kurze Zeit später fingen die Provider wie debitel auf einmal an, selbst BASE auf den Markt zu bringen. Alles nicht so schlimm, mag man denken, doch man irrt: Mit Handy! Okay, nur so ein “früher-war-alles-besser”-Handy wie das Nokia 6230i, aber verkauft hat es sich wie geschnitten Brot.

o2 Surf & E-Mail Pack: „So bist du nicht willig, gebrauch ich Gewalt“

geschrieben von Dieter Dabei am 20. Oktober 2006 um 17:53 geschrieben von Dieter Dabei am 20. Oktober 2006 um 17:10

Internet ZanzibarDas Angebot klingt verlockend: für 4,95 Euro im Monat “Handy-Surfen und Handy-E-Mailen per WAP so oft und so lange Sie wollen.“ Aber scheinbar darf man dies aber nicht all zu wörtlich nehmen, bzw. sollte man es wohl nicht übertreiben mit „zu oft und zu lange“. Denn in den letzten Tagen tauchten in diversen Internet-Foren vermehrt Beschwerden von Usern auf, welchen angeblich ohne Angabe von Gründen, seitens o2 die Surf&E-Mail Flat gekündigt worden sei, und sie haben sich eigentlich nix vorzuwerfen.

Es ist jedoch wie bei vielen Dingen, auch hier gilt:Immer das Kleingedruckte lesen! Dort findet man den Hinweis, dass nur „Inhalte, die originär mit einem WAP-Browser dargestellt werden“ für das Surf-Pack gelten und somit kostenlos sind. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: So ermöglichte es der Browser „Opera“, eigentlich kostenpflichtige http-Seiten, welche nicht im Angebot der Surf-Flatrate enthalten sind, zu öffnen…und das für lau. Einige User machten sich diese Lücke zu Nutze und surften im www bis der Arzt kommt – für knapp fünf Euro im Monat.

Levis? Xelibri! – Ein Deja Vu!

geschrieben von Ernst Exklusiv am 20. Oktober 2006 um 11:57 geschrieben von Ernst Exklusiv am 20. Oktober 2006 um 11:10

Levis-HandySicherlich, Levis macht schon ganz ordentliche Hosen. Bekannt ist die Marke auch, nur halt ausschließlich fürs blaue Beinkleid. Soweit alles in Ordnung. Verständlich ist es auch, dass man als zuständiger Produktmanager zusätzliche Dinge in den Shop bekommen möchte, schließlich ist die Zahl der Beine auf der Welt endlich. Aber warum denn nun ausgerechnet Handys? Wer ist denn auf die Idee gekommen? Hätten es nicht auch Einkaufstüten, Schuhanzieher oder aber Outdoor-Schlafsäcke sein können?

Irgendwie möchte mich die ganze Sache verdächtig an ein anderes deutsches Unternehmen erinnern, dass meinte, Handys sollten als Modeaccessoires im Schmuckhandel verkauft werden. Blöd nur, dass das nicht geklappt hat, nachher gab es die Mobiltelefone bei REAL auf der Schütte. Nun haben die Xelibri-Entwickler natürlich keinen ach so coolen Markennamen gehabt, das ist wohl wahr. Aber was Jeans mit Handys zu tun haben, verstehe ich noch nicht so ganz. Was bitte, zeichnet denn dann ein Levis-Handy aus? Nieten an den Ecken? Wenn das mal gut geht!

Mehrwertsteuer-Erhöhung oder wie man Kundenzufriedenheit einkalkuliert

geschrieben von Ernst Exklusiv am 17. Oktober 2006 um 14:25 geschrieben von Ernst Exklusiv am 17. Oktober 2006 um 14:10

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer kommt – das mag manch einer beklagen, verhindern wird sie wohl keiner mehr können. Doch wie die Unternehmen in Deutschland damit umgehen, daran kann man doch einiges an Kultur und Philosophie ablesen. An dieser Stelle sei E-Plus-Chef Michael Krammer für seinen offenen Brief gelobt: Ja, so kann man auch bei etwas fiesem wie einer Steuererhöhung imagemäßig punkten. Ganz anders geht der kleinste Netzbetreiber mit diesem Thema um. o2 will die Steuererhöhung an Bestandskunden schön weitergeben. Frei nach dem Motto: Wir können ja nix dafür – ihr habt diese Regierung gewählt.

Wer weiß, wie Mobilfunk-Unternehmen denken und planen, kommt sehr schnell auf den Gedanken, dass o2 mit der eigenen Kundenzufriedenheit scharf kalkuliert. So wissen die Münchener, dass nur sie selbst und T-Mobile mehr zufriedene als unzufriedene Kunden haben. Mehwertsteuer-Erhöhung durchreichen, ein paar Prozente in der Kundenzufriedenheit verlieren, dass ist die Formel, die man in der Zentrale wohl aufgestellt hat. Könnte sich rechnen, zumal man davon ausgehen darf, dass o2 noch in diesem Jahr überarbeitete Tarife anbieten wird – die in der Mehrwertsteuer stabil bleiben müssen.

BenQ Mobile Pleite: Siemens, bitte übernehmen Sie

geschrieben von Dieter Dabei am 15. Oktober 2006 um 21:09 geschrieben von Dieter Dabei am 15. Oktober 2006 um 21:10

Nun haben die Taiwanesen also den Salat. Als Dank für die Abwrackung der ehemaligen Siemens-Sparte kauft kein Schwein in Deutschland mehr irgendein Produkt von BenQ. Der Kunde – also wir – habe kein Vertrauen mehr in die Marke, heißt es. Klingt erstmal nach einer Zorro-Geschichte, denn die bösen, kapitalistischen Taiwanesen (Gehören die nun eigentlich nicht inzwischen auch zu China?) hatten keine Lust mehr, der armen und hilflosen Handysparte weiter Millionen hinterher zu werfen und die wird jetzt vom Retter der Entrechteten gerächt: Dem Verbraucher.

MEA CULPA, Palm! Mea maxima culpa!

geschrieben von Ernst Exklusiv am 14. Oktober 2006 um 15:13 geschrieben von Ernst Exklusiv am 14. Oktober 2006 um 15:10

Da schreib ich doch erst gestern über Deinen neuen Treo 680, und verlachte ihn als Rückwärtsentwicklung. Es tut mir schrecklich leid, wertes amerikanisches Handheld-Mutterschiff. Denn da kannte ich den Preis noch nicht. So, und nun ist alles anders. Naja, also es ist natürlich immer noch kein 12-Megapixel-Kamerahandy, und UMTS ist immer noch nicht drin, aber bei 199 Dollar in den USA ohne Vertrag ist das wohl auch ziemlich wurscht, oder? Hey, zu dem Preis nehm ich den auch! Ganz im Ernst! Wow, ich ziehe den Hut!

o2, DSL und der absolute Höhenrausch

geschrieben von Ernst Exklusiv am 14. Oktober 2006 um 15:05 geschrieben von Ernst Exklusiv am 14. Oktober 2006 um 15:10

LAN-KabelWir können nicht leugnen, dass wir schon seit langer Zeit darauf warten. Ja, o2, wir gestehen hiermit, dass wir zu den ersten Menschen in Deutschland gehörten, die auf einen Festnetzanschluss verzichteten und mit o2 Genion ihr Glück versuchten. Wir warteten jahrelang auf den DSL-Anschluss ohne den überflüssigen Telefonstecker, den nur noch unsere Eltern brauchen, weil Telefone schon immer einen Stecker hatten. Ja, wir waren das.