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Archives: November 2006

Ausbeutung: Der hohe Preis des billigen Handys

geschrieben von am 28. November 2006 um 14:04 geschrieben von am 28. November 2006 um 14:11

handyproduktion, quelle: people.com.cnIn China, Taiwan, Indien und dem restlichen Fernost herrschen erschreckende Arbeitsbedingungen. Das zeigt eine Vorabveröffentlichung des SOMO-Berichtes, und keiner kommt ungeschoren davon: Da dürfen Arbeiter bei Nokia- und Motorola-Zulieferern giftige Dämpfe einatmen, denn für Masken bleibt dank Gewinnmaximierung kein Geld übrig. LG und Samsung können sich so gar nicht mit der Idee einer Gewerkschaft anfreunden, was aber aufgrund der Arbeitsbedingungen kein Wunder ist. Und nicht einmal die niedrigen asiatischen Mindestlöhne zahlen die Unternehmen, da wird noch weiter gedrückt.

Schottland, das kleine Steuerparadies für Handydiebe

geschrieben von am 27. November 2006 um 16:17 geschrieben von am 27. November 2006 um 16:11

SchotteWofür sind meine Steuergelder eigentlich da? Diese Frage haben sich viele Menschen sicherlich schon gestellt, da man ja gerne weiß, wofür man sein sauer verdientes Geld abgibt. Immerhin weiß der Bund der Steuerzahler jedes Jahr darauf hinzuweisen, wofür wir hierzulande die Moneten aus dem Fenster pfeffern: Umgehungsstraßen sind da ein sehr beliebtes Ziel, aber auch Studien ohne Hintergrund, die für ein paar Millionen in Auftrag gegeben werden. Doch all das ist noch irgendwie von einem zweitklassigen Verwaltungsbeamten zu erklären, während das andernorts anscheinend nicht so wichtig ist.

Josef Ackermann zu Besuch bei Johann Tetzel

geschrieben von am 26. November 2006 um 17:40 geschrieben von am 26. November 2006 um 17:11

Josef AckermannIhnen droht eine höchstrichterliche Strafe? Sie haben doch ein wenig auffällig Ihr Unternehmen ins Ausland verscherbelt, und dafür das eine oder andere Milliönchen eingestrichen? Oder einfach nur mitgeholfen? Ach, Schwamm drüber, ab der kommenden Woche gibt es ihn endlich wieder: Der Ablassbrief ist wieder im Handel. Genau so, wie Josef Ackermann und Co. sich nun für ein Bakschisch freisprechen lassen werden (Man erinnere sich: Peanuts waren eine Erfindung des Ackermann-Instituts), werden es andere demnächst auch können. Ist der “Joe-Deal” erst einmal institutionalisiert, dürfen alle gerne darauf zurückgreifen. Und das Beste: Sie können weitermachen, denn Sie gelten nicht einmal als vorbestraft.

Was ist los, Motorola? Wir warten!

geschrieben von am 24. November 2006 um 17:41 geschrieben von am 24. November 2006 um 17:11

MotorolaDas war bestimmt nicht lustig am vergangenen Mittwoch: Da veröffentlich das Marktforschungsunternehmen IDC die Zulassungszahlen für den europäischen Markt, und wer ist der Verlierer? Tja, wer jetzt BenQ-Siemens gesagt hat, der irrt. Moto heißt die Marke, und das will gar nicht so recht zu den sonst so expansiven Amerikanern passen. Da rutscht auf einmal der Marktanteil weg, da man zwar grob so viele Handys verkauft wie im letzten Jahr, aber alle anderen viel mehr verkaufen. Stellt sich doch prompt die Frage, woran das wohl liegt? Wir haben uns da mal Gedanken gemacht.

Punkt, Punkt, Komma, Strich: Fertig ist das Weemee-Gsicht

geschrieben von am 22. November 2006 um 15:10 geschrieben von am 22. November 2006 um 15:11

Weemee-BobExpress yourself - das sagte in den 90ern eine Haargelmarke und hatte damit den Kern des Lebensgefühls aller 16jährigen getroffen, die Probleme mit ihren Haaren hatten. Nicht, dass die Haare besser wurden, man brachte mit dem Schleim nur besser zur Geltung, dass man einen Bad-Hair-Day hatte.

So, und wem das zu analog ist, der kann jetzt auch digital sein Innerstes nach Außen krempeln: Die WeeMees kommen aufs Handy und zeigen damit der ganzen Welt digital, wie ich analog so drauf bin.

Smartfinder: Ein ganzes Jahr gewonnen

geschrieben von am 20. November 2006 um 20:25 geschrieben von am 20. November 2006 um 20:11

SmartfinderJa, ist das nicht unglaublich? Der Mensch verliert im Laufe seines Lebens ein ganzes Jahr mit dem Suchen verlorener Dinge. Hätte man jetzt so gar nicht gedacht, oder?

Gut, es gibt jetzt nicht gerade eine Quelle, die eine derartige Behauptung untermauern würde, aber das muss man im Marketing auch nicht, oder? Das muss nur halbwegs plausibel klingen. Und wer will schon das Gegenteil beweisen?

iPhone: Das Warten hat ein Ende

geschrieben von am 20. November 2006 um 12:37 geschrieben von am 20. November 2006 um 12:11

iphoneTja, das iPhone. Seit nunmehr zwei oder auch vier oder wie vielen Jahren auch immer gibt es das Ding nun in Gestalt eines immer noch vitalen Gerüchtes, und nun soll es mal wieder fast da sein! Wow, Apple, alle Achtung! Die Jungs entwickeln in einer Tour neue Rechner, steigen dabei so mir-nichts-dir-nichts auf Intel um, und ein iPod jagt den anderen. Aber für sowas simples wie ein Handy reicht das bislang nicht.

Rock on: Die Luftgitarre mit Ton ist da!

geschrieben von am 14. November 2006 um 17:23 geschrieben von am 14. November 2006 um 17:11

LuftgitarreNormalerweise fangen solche Artikel mit einem Satz an wie: “Amerikanische Wissenschaftler haben…”. Das liegt daran, dass es eigentlich nichts gibt, was die noch nicht “haben”. Ob fliegende Autos, Fritten ohne Fett oder aber auch Schuhe, die sich selbst anziehen, man vermutet das alles im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Gerade Erfindungen, deren Sinn sich erst nach geraumer Zeit, oder manchmal auch nur sehr überschaubaren Gruppen erschließt.
Diesmal ist alles anders. Diemal läuten wir ein mit: “Australische Wissenschaftler haben etwas erfunden, von dem man zunächst nicht ahnte, dass man es brauchen könnte.” Nun fragt man sich unwillkürlich, was das wohl sein kann, erwartet man doch aus Downunder eigentlich nur Surfklamotten, Kroko-Steaks und Dokus über Köche von Kroko-Steaks. Liegt aber alles meilenweit daneben.

o2 can call, o2 can not write

geschrieben von am 13. November 2006 um 13:19 geschrieben von am 13. November 2006 um 13:11

SMS bei o2Ja, markenstrategisch war das der ganz große Bringer: Kurz vor Weihnachten noch mal schnell neue Tarife, und die auch so einfach dass selbst die Provider sie verstehen können. S/M/L klingt nicht nur nach Klamotten-Größen bei H&M, es dürfte sich auch genau so gut verkaufen lassen. Keine Nachkommastellen mehr, alles hübsch runde Summen. Prima. Okay, so riesig war die Überraschung zwar nicht, schließlich hatten alle anderen Anbieter auch schon sowas wie eine Flatrate. Und knapp 14 Monate nach BASE mit einem ähnlichen Angebot zu kommen, ist schon nur noch bedingt “can do!”.

Easy-, äh, Callmobile: Und Raider heißt jetzt Twix…

geschrieben von am 13. November 2006 um 11:53 geschrieben von am 13. November 2006 um 11:11

Easymobile…sonst ändert sich nix. Man stelle sich hierfür noch die entsprechend lustige Melodie vor, und schon finden das alle lustig. Tja, und was die Marketing-Strategen bei Raider so toll fanden, findet nun auch der Talkline-Chef Christian Winther toll: Wir benennen den Laden einfach mal um, und zwar mit einem der Namen, die wir noch im Schrank haben. Eigentlich klar, aber: Was ist denn das für ein Name: Callmobile? Mobil anrufen, na Wahnsinn! Das ist die Grundfunktion, aber doch kein Markenname. Schlagen wir doch mal DaimlerCrysler vor, einen Wagen auf den Markt zu bringen, der, jetzt kommts, “fahrendes Automobil” heißt. Die FA-Klasse.
Lustig ist bei dem ganzen Vorgang vor allem die Begründung: “Der neue Firmenname Callmobile soll die Themen “Anrufen” und “Mobilität” miteinander kombinieren”. Herr Winther, reden Sie bitte mal mit Ihrer Presseabteilung! Als Vorstandsvorsitzender muss man ja häufig in den Presseerklärungen mit Sätzen hinhalten, die man so zwar meint, aber nicht wirklich gesagt hat. Kennen wir, lesen wir täglich. Der Satz ist so albern, dass Ihre Freunde im Golfclub noch wochenlang darüber lachen werden. Und wissen Sie, womit? Mit Recht!