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Archives: Mai 2007

Magere Zeiten: Vodafone und o2 verlieren Marktanteile

geschrieben von am 29. Mai 2007 um 11:51 geschrieben von am 29. Mai 2007 um 11:05

Die Wunderwelt der Ökonomie hat so manches in der Hinterhand, was den guten alten Otto Normalverbraucher verwirren mag. So kann man gleichzeitig wachsen und doch schrumpfen. Wie das geht? Nun, ganz einfach: Man verliert den Anschluss und wächst langsamer als alle anderen. So geschehen im ersten Quartal 2007 bei Vodafone und o2. Denn trotz wachsender Kundenzahlen gehen beiden langsam Marktanteile verloren. Doch da hören die Parallelen schon auf: Beide dürften ganz unterschiedlich damit umgehen müssen.

Der tanzende Schuh oder: Was der USB-Port alles kann

geschrieben von am 25. Mai 2007 um 09:49 geschrieben von am 25. Mai 2007 um 09:05

Meine Herren, wer hätte das im Jahr 1996 gedacht? Damals, als Intel endlich einen Nachfolge-Standard für den schrecklichen Parallelport fertig hatten, der seinen ersten Erfolg im nagelneuen und quietschbunten iMac feierte, dachte vermutlich niemand, was mit dieser Schnittstelle alles möglich sein würde. Drucker und Kameras, vielleicht auch die Tastatur anzuschließen, das war durchaus noch im grünen Bereich. Aber was inzwischen alles zu haben ist, ist tatsächlich erstaunlich. Bestes Beispiel für die Tatsache, dass es sich in der Tat um einen universellen seriellen Bus handelt, ist folgendes Video:

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Noch Fragen, Kienzle?

Worldprocessor: Die Erde ist auch nur ein Ball

geschrieben von am 21. Mai 2007 um 18:39 geschrieben von am 21. Mai 2007 um 18:05

Welt mit DomainnamenNa klar, die Erde als Ball, das steht doch schon in jeder beliebigen Linkliste, diesmal meinen wir aber unseren Büroglobus. Denn wir wissen ja inzwischen, dass die normalen Nordamerikaner nicht mal wissen, wo man Brasilien auf einer Landkarte findet. Okay, viele Deutsche gemäß PISA auch nicht. Da ist es dann gut, wenn man mal den Globus neu erfindet. Nämlich einen mit Domainnamen. Da ist es dann doch toll, wenn man wenigstens groß weiß, wo die Porno-Seite der Blog sitzt, den man sich gerade durchliest. Und wir sind ja inzwischen schon mit wenigem glücklich.

Taschenspieler-Trick: o2 Germany ist die Nummer 3/4

geschrieben von am 16. Mai 2007 um 11:09 geschrieben von am 16. Mai 2007 um 11:05

o2 Hauptquartiero2 Germany hat seine Quartalszahlen bekannt gegeben, und die sehen entgegen den Nachrichten der vergangenen Tage gar nicht so schlecht aus: Mehr Kunden machen sich immer gut, und damit kann man auch hausieren gehen, wie inside-handy.de schreibt:

Mit 159.000 Neukunden wuchs die Zahl der Gesamtkunden des Münchner Unternehmens auf nunmehr 11,2 Millionen an.

Das klingt doch schon mal einwandfrei, oder? Aber nicht genug der guten Meldungen, es geht noch weiter:

Der Umsatz aus Mobilfunk- und DSL-Geschäft lag in den 3 Monaten bis 31. März bei 843 Millionen Euro. Dabei stammen knapp 10 Prozent des Umsatzes aus dem Geschäft von Telefónica Deutschland. Der Marktanteil nach Umsatz aus dem Mobilfunkgeschäft liegt bei circa 14 Prozent. Damit ist o2 beim Umsatz die Nummer drei im Deutschen Mobilfunkmarkt.

Das ist dann allerdings ein nicht mehr ohne Einwände hinzunehmen, denn die Größe eines Unternehmens so schön zu reden, ist schon dreist.

10.000 Dollar fürs iPhone: Da hört die Liebe auf

geschrieben von am 15. Mai 2007 um 14:38 geschrieben von am 15. Mai 2007 um 14:05

Apple iPhoneNatürlich ist es schick, als erster etwas zu besitzen. Immer. Vorausgesetzt, man ist entsprechend veranlagt. Aber zurück zum Thema, das noch gar nicht genannt wurde: Apples iPhone taucht nun endlich bei Ebay auf, und diesmal nicht mit dem Vermerk “looks like”, sondern wirklich als echtes Handy. Das tolle: Die Menschen bieten schon, und überweisen vermutlich auch ganz brav. Für ein Handy, das noch keine FCC-Zulassung hat, und bei dem man nicht weiß, wann es kommen wird. Die spinnen, die Amis.

Motorola Smellphone: Bitte nicht für mich!

geschrieben von am 14. Mai 2007 um 17:39 geschrieben von am 14. Mai 2007 um 17:05

Es gibt Dinge, die die Welt eigentlich nicht braucht. Macht aber eigentlich nichts, denn kaufen tun wir sie ja trotzdem, denn eigentlich kann man sich alles hübsch und nützlich reden: Hohe Absätze an Frauenschuhen, Nerz-Gebamsel für das Handy, oder auch Käse am Stiel. Alles mit eingeschränktem, aber doch einredbarem Nutzwert. Aber ein Handy, das gleichzeitig noch als mobiles Airwick-Duftspuck-Maschinchen arbeitet, ist auch in einer solchen Liste schon etwas Besonderes. Das hat Motorola nämlich gerade patentieren lassen, wie inside-handy.de schreibt:

Mit einem “Smellphone” will Motorola die olfaktorischen Sinnesreize der Nutzer anregen. [...] Der Nutzer soll verschiedene Duftkomponenten in das Handy einstecken können, die über den Handyakku auf 54 Grad Celsius erhitzt werden und so ihren intensiven Duft aussenden können.

Na sowas. Das bedeutet also, dass demnächst nicht nur die Jungs mit den Walkman-Handys die S-Bahnen akustisch verstopfen, sondern regelrechte Schlachten mit den bisher in der Defensive befindlichen Rentern stattfinden werden, die nun mit Tannennadel-Duft gegenhalten werden. Und ich weiß jetzt schon, dass ich mitten durchs Schlachtfeld muss.

Das fehlte uns noch: Der automatische Klopapierfalter

geschrieben von am 9. Mai 2007 um 16:56 geschrieben von am 9. Mai 2007 um 16:05

 Klopapier ist ein Thema, über das man wenig redet, und auch etwas, das (fast) immer da ist, aber nur selten außerhalb einer Toilette sichtbar. Denn aufgrund der sperrigen Bauform eines 10er-Pakets geht man nach dem Erwerb normalerweise auch nicht mehr irgendwo hin, sondern meist direkt nach Hause. Ich zumindest habe noch nie jemanden im Kino oder Cafe mit einem Riegel Klopapier gesehen. Doch es geht auch anders: Irgendwo auf diesem Erdenrund gibt es Menschen, die sich nicht mit der Vernichtung, sondern dem sorgfältigen und kunstvollen Aufwickeln beschäftigen. Und die haben eine Maschine gebaut, die unser Planet so nötig hat wie verbleites Benzin. Doch sieh selbst, werter Leser:

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Übrigens entspricht das in kleinster Weise den Klimaschutz-Maßnahmen, die kürzlich von der Sängerin Sheryl Crow in die Welt gesetzt wurden. Die fordert nämlich dazu auf, sparsamer mit dem Zellstoff zu sein, und daher hat sie

… den unglaublich klingenden Vorschlag gemacht, den Wald und das Klima zu retten, indem man bei jeder Sitzung in Zukunft nur noch ein (!) Blatt Klopapier verwende. “Außer natürlich in diesen nervigen Situationen, in denen man zwei bis drei benötigt” so die Sängerin.

 Wenn jetzt bitte die Vogonen kommen mögen, um den Planeten zu sprengen…

Sayn: Eine Viertelmillion Euro für ein bisschen totes Tier

geschrieben von am 9. Mai 2007 um 11:44 geschrieben von am 9. Mai 2007 um 11:05

Sayn-PuschelGeld ist schon immer eine prima Erfindung gewesen, vorausgesetzt, man hat genug davon. Das kann zwar in Zeiten von Mindestlohndebatten nicht jeder von sich behaupten, aber wer bei Sayn Design das neueste Angebot wahrnimmt, weiß vermutlich noch nicht einmal, wie viele Dienstboten er (respektive sie) hat: Für gerade einmal ein Einfamilienhaus mit kleinem Garten gibt es dort so gut wie nichts, nämlich nur einen kleinen Handyanhänger mit Edelstein und totem Tier. Sorry, aber das geht nunmal gar nicht.

Open Cola: Einmal Brause zum Selbermachen

geschrieben von am 8. Mai 2007 um 15:03 geschrieben von am 8. Mai 2007 um 15:05

Open ColaSchwierig ist es immer, über Dinge zu bloggen, die gerne gebloggt werden möchten. Immerhin sind Blogs ein ganz tolles Werbemedium, und wer da positiv erwähnt wird, hat ja damit praktisch die höheren Weihen des objektiven Netznutzers erhalten. Aber da dies hier auf den ersten Blick Open Source oder zumindest nicht kommerziell ist, machen wir das mal, und fordern dann später Tandiemen ein. So, nun aber zum Thema: Coca Cola bekommt Konkurrenz. Nein, nicht die berühmte Mekka-Cola, die ist ja schon etabliert. Diesmal darf der Trinker seine Cola selbst machen, und das in bester Web 2.0-Manier: Die Open Cola ist da, und alle dürfen mitmischen.

Übernahme: Wird Motorola wirklich schwedisch?

geschrieben von am 8. Mai 2007 um 12:47 geschrieben von am 8. Mai 2007 um 12:05

Mobiltelefonieren1950Nach vielen entbehrungsreichen Monaten ist in der Ericsson-Zentrale in Stockholm offenbar der Größenwahn ausgebrochen. Anders kann man sich wohl kaum erklären, dass die Nachfolger des legendären Firmengründers Lars Magnus Ericsson nun den amerikanischen Konkurrenten Motorola übernehmen wollen. Vielleicht lassen aber auch die Bluetooth-Patente inzwischen die Lizenz-Geldquellen so dermaßen sprudeln, dass man bei den Schweden überhaupt nicht mehr weiß, wohin mit dem Geld. Frei nach dem alten Witz, bei dem der Banker anruft und sagt: “Oh Gott, was machen wir jetzt, das Konto ist voll!” Doch ist eine Übernahme überhaupt sinnvoll? Wie verlässlich sind die Informationen oder handelt es sich nur um ein hinterhältiges Gerücht, um den Motorola-Aktienkurs kräftig anzuheizen? Wer profitiert davon? Fragen über Fragen – oder wie der Schwede vielleicht sagen würde: “So viel Sand und keine Förmchen!”