RSS-Feed

Archives: November 2007

Wie man ein gewonnenes Rennen verliert

geschrieben von Ernst Exklusiv am 30. November 2007 um 11:16 geschrieben von Ernst Exklusiv am 30. November 2007 um 11:11

Ach, Autorennen sind doch was tolles, wenn auch oft von den Menschen mit einer nicht so beabsichtigten Intention verfolgt: Viele gucken das Spektakel gar nicht, weil erwachsene Männer stundenlange im Kreis fahren, sondern wegen der Männer, die den Kreis verlassen, ergo einen Unfall bauen. Das passiert im Regelfall zu Beginn des Rennens, doch nur sehr selten am Schluss des Selbigen. Um so netter (und aus Fahrerperspektive blöder) ist es dann, wenn man den sicheren Sieg verspielt, weil man nicht nur mit dem linken Arm winkt wie bekloppt, sondern mit dem rechten anscheinend die gleiche Bewegung ebenfalls vollführt:

YouTube Preview Image

Schadenfreude ist doch die schönste Freude, oder?

Sony Ericsson noch nicht grün: Platz 1 im Greenpeace-Ranking

geschrieben von Ernst Exklusiv am 27. November 2007 um 15:13 geschrieben von Ernst Exklusiv am 27. November 2007 um 15:11

Das kennen wir schon: Greenpeace macht mal wieder seine alternative Unternehmensbewertung und nennt seine schwarzen Schafe beim Namen: Nintendo und Microsoft bekommen auf den Deckel, Sony Ericsson verdrängt Nokia, und die anderen tummeln sich in der Mitte. Doch das ist kein Grund zum Feiern: So richtig grün sind die alle nicht, wenn man die Untersuchung einmal richtig liest.

Dschungelcamp reloaded: Wo bleiben die Toten?

geschrieben von Ernst Exklusiv am 21. November 2007 um 11:50 geschrieben von Ernst Exklusiv am 21. November 2007 um 11:11

Ja, nun fängt es wieder an, und wir haben es auch nicht anders verdient: Das Dschungelcamp kommt wieder zurück auf die nationalen Mattscheiben, und wird einmal mehr die C-Promis vor ihrem gänzlichen Ausstieg aus der medialen Landschaft bewahren. Selbst Moderator Dirk Bach, inzwischen selbst zum B-Promi degradiert, weiß schon, was ihn erwartet, kündigt er doch “zehn mutige Selbstdarsteller” an, die sich im kommenden Januar wieder durch den virtuellen Studio-Dschungel hetzen lassen, so inside-digital.de. Die Frage ist nur, wo wir damit noch hinwollen.

Rettet die Dummheit! Rettet Betty!

geschrieben von Ernst Exklusiv am 19. November 2007 um 09:01 geschrieben von Ernst Exklusiv am 19. November 2007 um 09:11

Weg, aus, vorbei: Betty hat nach einem kurzen Aufflackern, massivem medialen Einsatz und der totalen Überwachung der ersten tausend TV-Gucker schon wieder verloren, und, mal ganz im Ernst, das ist auch gut so. Denn ein Unternehmen, dass uns das Thema TV noch schmackhafter machen will, indem es mit “Draußen ist doof” allen dicken Kindern den Freibrief gab, nun erst recht den Nachmittag vor der Glotze zu bringen, hatte und hat auch keine Existenzberechtigung.

Wolfgang Schäuble hätte freilich seine wahre Freude an der Maschine und vor allem an ihren Nutzern gehabt: Die übermittelten nämlich für minimale Prämien jede Menge persönliche Daten über ihr Seh- und Konsumverhalten. Vermutlich auch über ihre politische Einstellung, denn ein “Monitor”-Zuschauer ist ja von Natur aus verdächtig. Und das tolle: Man musste denen nicht dickes Geld überweisen, eine simple Universalfernbedienung mit Schwarz-Weiß-Display reichte schon. Unglaublich, womit sich Menschen so der totalen Marketing-Kontrolle hingeben.

Doch der dicke Hund kommt noch: Nicht, dass das Grauen nun wieder aus den Wohnzimmern verschwindet, die Menschheit sich geläutert sieht und nun einer selbstbestimmten, freien Zukunft entgegenblickt. Nix da, da hat sich schon die erste Gruppe des Widerstands formiert: Unter der kostenlosen Domain rettet-betty.de.vu (für die 99 Cent bei Strato hat es nicht gereicht) ist das erste Youtube-Video des Widerstands zu sehen. Doch mit Verlaub: Wenn das der repräsentative Querschnitt durch die Bevölkerung ist, dann hätte ich eher gestern als heute den Laden dicht gemacht. Denn ein Unternehmen ist immer so cool wie seine Kunden, oder?

Dafür sind die Fotohandys also da!

geschrieben von Ernst Exklusiv am 13. November 2007 um 11:57 geschrieben von Ernst Exklusiv am 13. November 2007 um 11:11

Also, wenn ich schon über die Flugsicherheit im Allgemeinen schwadroniere, dann kann ich ja auch noch ein hervorragendes Video zum Besten geben, dass sich ebenfalls mit der Materie befasst. Außerdem wird hier einmal mehr deutlich, dass der “Flight Mode” nicht nur zur Sicherheit an Bord eines Flugzeugs beiträgt, sondern auch das persönliche Wohlbefinden steigern kann. Ein entsprechender Hinweis fehlt zwar leider, aber damit hätten wir ja Platz für eine Fortsetzungsgeschichte. Wobei Minolta und Co. jetzt vermutlich argumentieren werden, mit einer Digitalkamera wäre das nicht passiert. Richtig, aber die wäre sehr wahrscheinlich ganz unten im Handgepäck.

YouTube Preview Image

Fraport: Ist das noch Handgepäck?

geschrieben von Ernst Exklusiv am 13. November 2007 um 11:48 geschrieben von Ernst Exklusiv am 13. November 2007 um 11:11

Am vergangenen Freitag hatte ich das großartige zweifelhafte Vergnügen, mich über den Flughafen Frankfurt in Richtung Bremen weiterverbinden zu lassen. Die Freude über den flotten Ausstieg verblasste jedoch innerhalb von Sekunden, als ich um die “Sie sind zwar schon mal eingecheckt worden, aber das ist uns ja Wurscht”-Kurve bog, um mich dem Terminal A zu nähern: Die Schlange ging bis zum Horizont, und dann noch um drei Kurven. Was tut man also zuerst? Man regt sich auf, dass die das nicht besser hinbekommen. Doch die Menge der Menschen war gar nicht das Problem, das lag nämlich ganz woanders.

Nina Hagen bei Maischberger: Nicht gesellschaftsfähig

geschrieben von Ernst Exklusiv am 7. November 2007 um 12:10 geschrieben von Ernst Exklusiv am 7. November 2007 um 12:11

Gäbe es Nina Hagen nicht, man müsste sie auch nicht erfinden. Sicherlich hatte die Dame ihre Qualitäten, doch das war zu Zeiten, da es in Berlin noch Mauern und im Radio noch keine Superhits der 70er und 80er Jahre gab. Denn was die deutsche Rock-Röhre (ich glaube, das gehört mehr zu Tina Turner, aber ich wage es gar nicht, im Netz nach Alternativ-Bezeichnungen zu suchen) in den vergangenen Jahren geleistet hat, ist wohl eher eine Therapie, die in der Öffentlichkeit ausgelebt wird.

Sicherlich: Wer sich Frau Hagen einlädt, der sollte wissen, was er/sie bekommt. Nämlich eine Frau, die das perfekte Beispiel für eine misslungene antiautoritäre Erziehung darstellt. Doch wenn Sie sich über weite Teile der Sendung als doof wie Brot präsentiert, die Talkshowgäste aufs Übelste beleidigt und damit nicht ein Mindestmaß an Toleranz walten lässt (im Gegensatz zu jedem Menschen, der sie erträgt), hat sich nicht mehr für eine Teilnahme an einer Diskussionsrunde qualifiziert. Eigentlich wäre hier der zweite Rauswurf im TV dran gewesen. Doch das geht natürlich auch nicht, wäre doch damit der Rauswurf aus Talkshows geadelt worden.

Also bleibt das Dilemma: Frau Maischberger muss sich medial an den Kopf fassen, dass so etwas geschehen ist, und Frau Hagen ist weiterhin zwar nicht gesellschafts-, aber doch talkshowfähig. Das jedoch ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden GEZ-Zahlers, erwartet dieser doch im Regelfall mehr für die Gebühren als ein infatil brabbelndes Häufchen Schminke, dass sonst aus gutem Grund nur bei RTL schwadroniert. Bildungsauftrag verfehlt, 6, setzen!

Ach, für diejenigen, die es nicht gesehen haben, hier der bewundernswerte Abgang der Vernunft:

YouTube Preview Image