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Archives: Dezember 2007

Netscape ist tot – übernommen bei der Übernahme

geschrieben von Ernst Exklusiv am 31. Dezember 2007 um 17:50 geschrieben von Ernst Exklusiv am 31. Dezember 2007 um 17:12

Das hatte man sich bei AOL vermutlich ein wenig anders vorgestellt: Da kauft man erst für 4,2 Milliarden Dollar (damals noch fast so viel wie Euro) den Browser-Hersteller Netscape, und schon beginnt der Abstieg des Webseiten-Betrachters. Damals munkelte man noch, was für ein Megakonzern AOL Time Warner werden würde, und nun? Nix ist, AOL macht partout keinen Gewinn und reißt die Filmemacher in den Keller. und nun  auch noch das Ende von Netscape, wie Golem schreibt:

Was einst der meist genutzt Web-Browser war, wurde zuletzt nur noch als Name für eine angepasste Firefox-Variante verwendet. Am 1. Februar 2008 ist auch damit Schluss, danach soll es keine Sicherheits-Updates für den Browser mehr geben.

Gut, mal im Ernst: Wer hat den zu guter letzt auch noch benutzt? Immerhin gewinnt Firefox ständig an Bedeutung, und das hat damit ja auch sein Gutes. Fragt sich nur, was das für die weiteren Milliarden-Übernahmen bedeutet, die seitdem stattgefunden haben: Google kaufte Youtube und wurde prompt verklagt, Ebay kauft Skype und Holzbrinck kauft StudiVz (Okay, waren nur Millionen, aber immerhin). Auffällig, dass der Ärger dieser Unternehmen irgendwie immer erst beginnt, nachdem man bezahlt hat. Hat das System? Bekommen die Kläger da was ab? Fragen über Fragen, und die Antwort, mein Kind, weiß nur der Wind.

Aral – alles Superbenzin!

geschrieben von Ernst Exklusiv am 26. Dezember 2007 um 16:36 geschrieben von Ernst Exklusiv am 26. Dezember 2007 um 16:12

Das ist ja mal eine tolle Überraschung. Erst treiben unsere Monopol-Stromversorger die Preise in den Himmel, und nun folgt das gleiche Drama anscheinend an den deutschen Zapfsäulen: Superbenzin soll neben dem Ultimate-Quatsch das einzige noch verbleibende Benzin werden. Denn wie wir an praktisch allen Tankstellen sehen können, kostet Super derzeit das gleiche wie Normalbenzin:

Nach mehrwöchigen Marktturbulenzen hat sich der Preis von Super und Normalbenzin in dieser Woche in praktisch ganz Deutschland angeglichen. Als letzter großer Anbieter knickte Shell ein und verkauft ab dieser Woche beide Sorten zum selben Preis.

Dabei argumentieren die Sprit-Anbieter, die Nachfrage sei erheblich gesunken, um knapp neun Prozent. Der Trick dürfte jetzt jedoch ein anderer sein: Erst werden beide Preise angeglichen, dann werden die Verbraucher noch mehr auf Super schwenken (man tut seinem Auto ja was Gutes), und dann ist Normalbenzin weg an der Zapfsäule. Und was kommt dann, wenn es nur noch ein Benzin gibt? Richtig, der Preis geht richtig schön nach oben, und wir dürfen satt draufzahlen. Von wegen freier Markt, wenn sich die Mineralölkonzerne einige sind, ist viel mehr möglich als sich das Bundeskartellamt vorstellt.

Was bleibt? Nun, man kann es ja mal als Verbraucher versuchen: Tanken wir doch nur noch Normalbenzin, wenn technisch möglich. Das dürfte das Risiko, dass ein ganz klassischer Treibstoff vom Markt geht, deutlich mindern. Immerhin ist das europäische Ausland noch lange nicht so weit, vor einer Woche in Spanien lagen noch gute acht Cent zwischen Super und Normal. Interessant ist, dass der ADAC, der sonst die Dummheit (freie Fahrt für freie Bürger) in den Rang eines Grundrechts hoch demokratisiert, diesmal positiv Partei ergreift:

Der Präsident des ADAC, Peter Meyer, kritisierte allerdings in der “Bild”-Zeitung die Preisanpassung. “Ich fordere die Konzerne auf, auch in Zukunft Normalbenzin günstiger als Super anzubieten.” Das sei produktionstechnisch gerechtfertigt.

Richtig so. Und nun: Ab an die Tankstelle und schnell vorher noch einmal den Stromversorger wechseln. Passt ja bei der Gelegenheit.

Wo die Post an den Weihnachtsmann landet

geschrieben von Ernst Exklusiv am 24. Dezember 2007 um 09:14 geschrieben von Ernst Exklusiv am 24. Dezember 2007 um 09:12

Haben wir uns das nicht schon immer mal gefragt? “Wo landet die Post an den Weihnachtmann? Und warum liest der scheinbar meine Briefe nicht?” Vielleicht, weil man zu weiches Papier verwendet hat:

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In diesem Sinne: Schnell noch ins Geschäft, und dann besinnlich sein! Gefälligst!

Der Duke ist zurück. Bald zumindest.

geschrieben von Ernst Exklusiv am 21. Dezember 2007 um 12:31 geschrieben von Ernst Exklusiv am 21. Dezember 2007 um 12:12

Duke Nukem kommt zurück auf den Bidlschirm. Also wahrscheinlich. Immerhin sind seit dem locker 12 Jahre vergangen, als man erstmal dieses Spiel ankündigte, und nun ist es wieder ein wenig möglicher geworden, dass tatsächlich eines sonnigen Tages Duke Nukem in der neuen Version “Forever” auf den Markt kommt. Gut, die Macher nennen als Erscheinungstermin immer noch “when it’s done”, aber jetzt sehen wir wenigsten den Teaser:

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Adios Palm, war nett mit Dir!

geschrieben von Ernst Exklusiv am 19. Dezember 2007 um 14:54 geschrieben von Ernst Exklusiv am 19. Dezember 2007 um 14:12

Das war es: Schluss, aus, vorbei. Fast. Palm zuckt nur noch, bzw. rutscht immer weiter in die roten Zahlen, wie inside-handy.de berichtet:

Der Umsatz fiel im zweiten Quartal um elf Prozent auf 349,6 Millionen US-Dollar. Der Hersteller musste damit ein Minus von 9,6 Millionen US-Dollar bzw. neun Cent pro Aktie verbuchen.

Gut, mag jetzt der eine oder andere sagen, das ist ja nur ein wenig Einbruch, und die fangen sich schon wieder. Da muss ich mal dagegen fragen: Womit denn? Die glorreichen Jahre von Palm sind vorbei. Erst verlässt das eigene Betriebssystem das die Firma, um komplett auf Windows umzuschwenken, dann hat man nie eine ordentliche Optik geschaffen, die Kameras immer für ein überflüssiges Extra gehalten, kurz: Alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Und wo sind die neuen Ideen? Wo ist denn HSDPA, wo sind die WIMAX-Geräte? Kurz: Wo ist denn irgendein Grund, Palm-Geräte zu kaufen? Ich sehe ihn nicht, und solange HTC die innovativen Windows-Handys auf den Markt wirft, haben die Amis nunmal verloren. Und so läuft der Kapitalismus. Auch in den USA.

Nokia 1110: Globalisierung meets Stromausfall (Titel ist wenig sexy)

geschrieben von Ernst Exklusiv am 15. Dezember 2007 um 23:43 geschrieben von Ernst Exklusiv am 15. Dezember 2007 um 23:12

“Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß!” Na, wer hat’s geschrieben? Weiß wieder keiner hier mit dem Notabitur und Abschluss ohne richtigen Deutschlehrer, der noch den Schiller in den Schüler prügelte. Während jetzt noch der eine oder andere verzweifelt mit Anführungsstrichen herumgoogelt (Schiller! Schiller!!! Glocke!!!!!!), rüber zum eigentlichen Thema: Die Globalisierung und warum sie so toll ist sich doch den örtlichen Gegebenheiten anpassen muss, und das am Beispiel eines der erfolgreichsten Handys der Welt: Das Nokia 1100. Warum sich das verkauft, ist nicht alleine auf den niedrigen Preis zurück zu führen, sondern zwei andere Phänomene.

Weihnachten 2007: Barbie und der kaxxxnde Hund

geschrieben von Ernst Exklusiv am 15. Dezember 2007 um 22:50 geschrieben von Ernst Exklusiv am 15. Dezember 2007 um 22:12

Weihnachten ist ein Fest der Besinnlichkeit: Die ganze Familie versammelt sich um die frisch gefällte Lametta-Fichte, die als Nordmanntanne reüssiert, die Kinder werden zum Aufsagen von je zwei Strophen eines längst verdrängten Gedichtes genötigt, und dann kann es losgehen: Die Geschenke dürfen endlich, endlich (“finally, finally” klingt noch schöner, tut mir Leid, Goethe) entpackt und kaputt gespielt werden. Der Star in diesem Jahr: Barbies neuer Freund, ein Hund namens Tanner. (Sagte gerade jemand ALF?) Wo ist die Neuigkeit, fragt der Eingeweihte, und wundert sich zu recht. Die gibt es, wenn auch nicht auf den ersten Blick ersichtlich: Der Hund kann fressen, und, da alles einen Anfang und ein Ende hat, auch wieder ausscheiden:

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Der Spot läuft übrigens in Spanien rauf und runter, die Nachfrage scheint vorhanden oder zumindest gerade geschaffen zu werden. Fragt sich, was 2009 kommt: Die passende geruchliche Umsetzung? Wir warten gespannt, Mattel. Echt und in wirklich.

Ach, das gibt es übrigens auch mit Katzen. Die pinkeln dann aber nur, ist also nur “klein” und nicht einen Blog-Titel wert.

Wer braucht da noch Photoshop & Co?

geschrieben von Dieter Dabei am 11. Dezember 2007 um 19:59 geschrieben von Dieter Dabei am 11. Dezember 2007 um 19:12
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Ich gebe zu, dass es mich dieses kleine Video mächtig beeindruckt hat….

Mindestlohn für alle? Lieber mal Hirn einschalten…

geschrieben von Dieter Dabei am 8. Dezember 2007 um 13:41 geschrieben von Dieter Dabei am 8. Dezember 2007 um 13:12

Wenn man manchmal das politische Tagesgeschehen beobachtet, dann gibt es Tage, an denen man nur noch verzweifeln möchte. Da frage ich mich, ob die Politiker selbst so dumm sind, oder nur versuchen das Volk für dumm zu verkaufen. Das aktuelle Beispiel dafür ist für mich die Diskussion um den allgemeinen Mindestlohn. Wenn man mal darüber mit ein bisschen Verstand nachdenkt, dann durchschaut man sehr wohl die Phrasen und Parolen von selbsternannten Gerechtigkeitsaposteln.

Nein, ich bin nicht für Ausbeutung. Ja, ich finde auch, dass es so sein soll, dass man von seiner Arbeit leben können sollte. Und auch ja, dass ich finde, dass manche Manager maßlos und abgehoben sind. Nur um das mal gleich klar zustellen. Nebenbei: Ich kenne übrigens niemanden, der dem ernsthaft widersprechen würde. Ich bin übrigens auch für Naturschutz, Weltfrieden, Ehrlichkeit, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Freiheit, fairen Handel und gegen Krieg, Tierversuche, Arbeitslosigkeit und Kriminalität und viele andere Dinge.

Was mich ärgert ist, wenn man offenkundig versucht, Ideale gegeneinander auszuspielen und mit den Sorgen der Menschen, aber auch mit Neid und Missgunst eigene Politik macht. Oft erkennt man den Unsinn einer Sache ja erst in Ihrer Übertreibung. Deswegen meine Forderung: Her mit dem Mindestlohn für alle! Und weil wir ja wollen, dass es allen besser geht und sich Arbeit lohnt und man davon würdevoll leben kann, sage ich: 20 Euro pro Stunde in allen Branchen. Überlegen wir doch mal, was dann wohl passieren würde…

Wie würden die Unternehmen reagieren?

Worum es beim aktuellen BILD-Kommentar geht

geschrieben von Ernst Exklusiv am 6. Dezember 2007 um 15:17 geschrieben von Ernst Exklusiv am 6. Dezember 2007 um 15:12

Also, werter Herr Blome, wenn Sie schon derart schmissige Kommentare ins HTML werfen, dann machen wir das doch auch:

Im Wirbel um die Börsengeschäfte von Post-Chef Klaus Zumwinkel muss man unterscheiden: Zwischen den vielen Punkten, um die es offiziell nicht geht – und dann nämlich doch.

NATÜRLICH geht es auch um das Millionengehalt eines Vorstandschefs, der aus einem (lahmen) Staatskonzern ein (modernes) internationales Unternehmen (immerhin) machte, denn sonst hätte man dem kleinen Mann wohl gar nicht noch einmal das Gehalt aufs Brot geschmiert.

AUCH geht es um die – durchaus übliche – Form, Top-Manager auch mit Aktien des eigenen Unternehmens zu bezahlen. Denn auch hier schürt man durch die bloße Verkettung “Aktien” und Ausschüttung sowie den indirekten Vorwurf des Insiderhandels den Neid.

Kurzum, schreiben Sie, es geht nicht um Neid. Da haben Sie keineswegs Recht, Herr Blome, denn darum geht es. Allerdings geht es auch um einen weiteren kleinen Tiefschlag gegen “die da oben”, und das ist IHR MITBEWERBER.

Blöd nur, wenn das inzwischen sogar schon der BILD-Leser geschnallt hat und man sich jetzt an jeden Strohhalm klammert, der von anderen gereicht wird. Da muss man dann schon mal schreiben:

Wenn viele deutsche Zeitungen das nun beschreiben und bewerten, ist das keine „Kampagne“, sondern die Suche nach dem Punkt, wo Anstand und Vorbild enden und Gedankenlosigkeit beginnt.

Liebe BILD, lieber Herr Blome, das interessiert Euch doch sonst einen Huster, was der Rest der Nation schreibt. Ihr wisst doch nicht nur alles zuerst (siehe iPhone, war zwar falsch, aber zuerst), sondern im Regelfall auch noch besser. Und nun muss das Handelsblatt dafür herhalten, dass die von Euch bereits erfolgreich betriebene moderne Sklaverei Umsetzung eines Businessplans nach rein marktwirtschaftlichen Kriterien nicht so durchkommt?

Wie wäre es denn, nächstes Mal Herrn Pofalla zum Kommentar einzuladen? Gut, dann sollte man ihn allerdings als Generalsekretär der CDU vorstellen und besser nicht nachschauen, in wessen Anwaltsbüro Herr Pofalla arbeitet. Dann könnte man das zur WAZ-Gruppe weiterverfolgen, die bei der PIN AG Hauptanteilseigner ist. Aber muss man ja nicht. Die Technik der bewussten Wahl und auch Abwahl der Informationsquellen ist dem Hause Springer ja nicht neu.