Schön, was die Mobilfunkindustrie so alles möglich macht: Musik auf dem Handy, mobiles Internet, die Liste ist lang, sehr lang. Haben wir alles schon gelesen, gerade als das iPhone auf den Markt kam, erklärten alle Handyproduzenten, das sei nichts Neues, immer schon dagewesen. Erstaunlicherweise können sie es nicht lassen, immer wieder kleine Seitenhiebe auf Apple zu verteilen, neuerdings auch Nokia. So machen die Finnen in einer neuen Kampagne klar, was sie von der nicht vorhandenen Möglichkeit halten, weitere Software aufs iPhone zu spielen: Nichts.

Das ist erstaunlich. Denn gerade Nokia hat sich noch vor wenigen Wochen gar nicht mit Ruhm bekleckert, als es um Videoformate ging. Da setzten sich die Finnen ganz klar für DRM auf den Telefonen ein, und erklärten den möglicherweise besten Standard Ogg-Vorbis für proprietär. Sicher, das ist schon richtig, wenn das eigene Telefon alles unterstützt, doch gleichzeitig sehr kurzsichtig: Durch DRM-Unterstützung macht man seine Inhalte zum Spielball der Industrie, von Offenheit kann keine Rede sein. Wie passt das zusammen? Vermutlich gar nicht. Aber in der Werbung und im Krieg sind wohl alle Mittel recht.
Hübsch übrigens, wie Neuerdings.com die Nokia-Position darstellt:
Fast vergessen ist dabei, daß Nokia ebenso schon Hypes kreierte, die im Gegensatz zum iPhone nur wenig erfolgreich waren, von WAP bis N-Gage. Andererseits hat sich bislang auch noch kein Hersteller bemüht, eine ernsthafte Alternative zu iPhone und iPod zu bieten und so mancher, wie Philips, resigniert aufgegeben.