Tödliche SMS: Die Geschichte einer törichten Story
geschrieben von Gerd Glosse am 27. März 2009 um 11:43 geschrieben von Gerd Glosse am 27. März 2009 um 11:03
Liebe Kollegen aus Print, Online, Funk und Fernsehen: Ist die Meldung zu einer angeblich tödlichen SMS, die in Ägypten ein paar Hinterwäldler Menschen aus der Landbevölkerung kirre gemacht hat, wirklich den ganzen Wirbel wert, den die Medienszene daraus gemacht hat? Mehr als 50 Treffer spuckt Google News bei der Suche nach diesem Thema aus. Schlimm genug, dass die ägyptische Regierung Mühe darauf verwenden musste, diesen Schwindel aufzudecken. Zahlreiche Journalisten haben ihre Arbeitszeit für diese Meldung ver(schw)endet. Natürlich haben auch unzählige Blogs das Thema aufgegriffen.




Den deutschen analogen Polizeifunk mitzuhören ist keine große Kunst. Jeder Lokaljournalist lernt schon von der Pike auf, wie man mit einfachen technischen Hilsmitteln die interessanten Meldungen über Kriminalfäll und mehr abhören kann. Erlaubt ist das natürlich nicht, solange Deutschland aber neben Albanien das einzige Land ohne Digitalfunk ist, machen es einem die Behörden denkbar einfach. So einfach, dass inzwischen schon der Kauf eines “Micky Maus”-Hefts reicht, um die Frequenzen der Polizei abzuhören.