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Archives: 'Auf Wiedersehen'

Ein Land voller Terroristen

geschrieben von am 19. Mai 2009 um 12:23 geschrieben von am 19. Mai 2009 um 12:05

Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

Schön, dass wir einen so fürsorglichen Staat haben. Wenn ich mir diese ganzen Big-Brother-Werkzeuge anschaue, dann weiß ich gar nicht, wovor ich mehr Angst habe: Vor denen, die überwacht werden sollen oder den Überwachern selber.

“Gimme the Phone!”

geschrieben von am 15. Mai 2009 um 17:58 geschrieben von am 15. Mai 2009 um 17:05

Neulich in Washington… Eigentlich stand beim täglichen Presse-Briefing im Weißen Haus ein ernstes Thema auf dem Programm: Pressesprecher Robert Gibbs musste den anwesenden Journalisten erklären, warum US-Präsident Barack Obama trotz Protesten von Menschenrechtsorganisationen Fotos von misshandelten Häftlingen im Irak und in Afghanistan nun doch nicht veröffentlichen will. “Die Bilder könnten US-Soldaten in Gefahr bringen und anti-amerikanische Stimmungen schüren”, hatte Obama zuvor als Grund angegeben. Doch dann wurde es lustig…

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O2 verabschiedet sich vom letzten Viag-Überbleibsel

geschrieben von am 24. April 2009 um 19:03 geschrieben von am 24. April 2009 um 19:04
o2 can see

o2 can see

Angeblich haben sie in München zwei Jahre auf diesen Tag hingearbeitet. Die Tarif-Revolution wurde uns angekündigt und o2 oh ist dabei rausgekommen. Lange hätten sie den Tarif schon fertig gehabt – aber o2 oh, nein, so erklärte ein sichtlich bewegter Lutz Schüler, Geschäftsführer Marketing & Sales bei Oh2, o2 oh, dass sei mehr als nur ein Zahlenwerk, dass sei ein ganze Philosophie. Netzausbau, Kundenorientierung, Aufbau einer großen Shop-Infrastruktur und das alles begleitet von einer “nie da gewesenen” Kampagne hätte nur der Vorbereitung für diesen Tarif gedient. Fast hätte man meinen können, der Tag werde als historischer in die Analen der Mobilfunkgeschichte eingehen. Fast…

Unerträgliche “Spannung” bei DSDS

geschrieben von am 22. März 2009 um 16:35 geschrieben von am 22. März 2009 um 16:03

Neulich auf dem Sofa… Wird man Job- oder beziehungsbedingt einmal zwangsweise samstags vor den TV-Schirm verbannt, wartet eine besondere Folter auf RTL-Gucker: “Deutschland sucht den Superstar“, kurz DSDS. War die erste Staffel noch interessant, weil neu, kann man mittlerweile beim gefühlt fünfzehnten sechsten Aufguss der Castingshow nur noch staunen ob der Engelsgeduld der eingefleischten Fans. Einen exzellenten Job als Foltermeister macht dabei Woche für Woche RTL-Grinsekatze Marco Schreyl.

Die drei lustigen Vier

Die drei lustigen Vier

O-Plus oder E-Zwei – das ist hier die Frage!

geschrieben von am 26. November 2008 um 17:39 geschrieben von am 26. November 2008 um 17:11

Also, noch deutlicher kann man es jawohl kaum noch machen:

“Würde O2 in Deutschland zum Verkauf stehen, dann würde der E-Plus-Mutterkonzern KPN eine solche Kaufoption prüfen”, sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks laut der Financial Times Deutschland auf einer Veranstaltung am Montagabend in Düsseldorf.

…lesen wir auf inside-handy.de. Besonders wenn es um Wettbewerber geht, sind Sätze im Konjunktiv besonders aussagekräftig – formulieren sie doch einen Wunsch in einer Art und Weise, durch die man den selbigen später gegebenenfalls wieder weit von sich weisen kann. E-Plus will O2 übernehmen, denn nur so kann man endlich als “richtiger” Spieler am deutschen Markt teilnehmen. Plötzlich wäre O-Plus oder E-Zwei (Sorry, aber ein englisches e-Two geht einem kaum über die Lippen) auf einer Augenhöhe zu T-Mobile und Vodafone. Und die E-Plus-Mutter KPN hätte ein dickes Standbein in einem der wichtigsten Mobilfunkmärkte der Welt und würde durch das o2 DSL-Geschäft zum “intergierten Telekommunikationsanbieter“.

Microsoft – oder das große Fressen

geschrieben von am 10. Oktober 2008 um 17:00 geschrieben von am 10. Oktober 2008 um 17:10

Börsencrash hin, Finanzkrise her – es gibt bei jeder Katastrophe immer viele Opfer, aber auch wenige Gewinner. Und die sahnen meist richtig ab. Als Beispiel nehme man die biblische Sintflut, bei der nur ein paar Auserwählte auf Noahs Arche überlebten. Alle anderen waren Opfer und die Arche-Passagiere hatten nach den Überflutungen viel Platz und wenig Ärger mit den Nachbarn. Selbst nach dem amerikanischen “schwarzen Donnerstag” – der wegen der Zeitverschiebung und bereits geschlossenen Börsen in Europa ein “schwarzer Freitag” war – und der als Auslöser der Weltwirtschaftskrise galt, gab es große Gewinner. Nämlich diejenigen, die rechtzeitig aus dem Markt gegangen waren und bei extrem niedrigen Kursen wieder einstiegen.  Ja sogar im Kriegsfall gibt es eindeutige Gewinner, man möge nur mal nachschlagen, wie ein gewisser Alfred Nobel sein Geld verdient hat.

Nokia holt die Hotline heim…

geschrieben von am 17. September 2008 um 17:35 geschrieben von am 17. September 2008 um 17:09

Jaja, auch so kann es in einer globalisierten Welt zugehen. Dabei hatte der Weltmarktführer Nokia doch gerade sein Herz für Südost-Europa entdeckt. Neue Märkte wollte man mit neuen Produkten und neuen Fabriken erobern. Im alten Europa mit seinen stagnierenden Mobilfunkmärkten, da, so wohl die einhellige finnische Meinung, braucht man sich nicht mehr als unbedingt nötig zu engagieren. Bei der Bochumer Werksschließung war man dann auch ob der heftigen Reaktion in Deutschland überrascht – obwohl die Solidarität des deutschen Verbrauchers beim eigenen Portemonaie aufzuhören scheint. Nokias Marktanteil schien unter den Vorkommnissen im Ruhrgebiet nicht zu leiden – man dachte schon, dass schlimmste sei überstanden. Falsch gedacht. Denn jetzt erkennt Nokia, das Kostenvorteile nicht alles sein können.

Noch so ein Sieg und der Freenet-Vorstand ist verloren

geschrieben von am 6. August 2008 um 12:58 geschrieben von am 6. August 2008 um 12:08

Ja, am Freitag kommen die Action-Fans unter den Aktionären wohl so richtig auf Ihre Kosten:

Nach der Ankündigung der Großaktionäre Drillisch und United Internet Freenet-Chef Eckard Spoerr zu stürzen, werben beide Lager um die Zustimmung weiterer Aktionäre. “Die Hauptversammlung wird aufgeregter sein, als die im vergangenen Jahr,” kündigte ein Drillisch-Sprecher gegenüber inside-handy.de an.

Das klingt nach einem filmreifen Showdown der Kontrahenten. Wir schreiben Freitag, den 08.08.08 – kurz nach Mittag, also Highnoon. Eine staubige Hauptstraße in einem kleinen Kaff namens Hamburg irgendwo im Wilden Westen. In der Mitte ein Saloon, davor eine tobende Menge Aktionäre. An einem Ende der Straße: Der Sheriff, Eckard “The Gun” Spoerr, ihm gegenüber am anderen Ende der kleinen Stadt steht Paschalis “Eagle Eye” Choulidis, der Mann, dem man nachsagt, er ziehe schneller als sein eigenes Pferd. Plötzliche Stille, nur das monotone quitschen einer Windradpumpe ist im Hintergrund zu hören. Mit einer ruckartigen Handbewegung zieht Choulidis seinen Revolver, Spoerr versucht zu kontern…gleichzeitig scheinen die Revolver zu explodieren und ihre tödliche Ladung in Richtung des Gegners zu transportieren. Als der Dunst sich verzieht kann die Menge erkennen, beide haben den jeweiligen Gegner getroffen – aber nicht schwer verletzt. Denn beide Gegner stehen noch. “Unentschieden!” ruft einer der Aktionäre aus dem Saloon…. (to be continued…)

Hello again, Moto

geschrieben von am 21. Juli 2008 um 09:52 geschrieben von am 21. Juli 2008 um 09:07

Wenn man in diesen Tagen auf den Chefsessel eines bedeutenden Handyherstellers wechseln müsste, würde man sich wohl kaum den Posten des Motorola-Chefs aussuchen. Vielleicht würde man in die luxuriöse Chefetage bei Nokia einziehen wollen oder die technischen Finessen des Samsung-Chefsessels erkunden. Man könnte sich auch im Erfolg des Aufsteigers bei LG sonnen oder als Apple-Chef sich überall auf die Schulter klopfen lassen. Einen leitenden Posten bei Motorola würde wohl kaum jemand nach ganz oben auf seiner “Was-ich-mal-werden”-Liste schreiben. Denn kein anderer Handy-Hersteller ist jemals so tief gefallen, wie die Amerikaner.

Nach der unglaublichen Erfolgsgeschichte des Razr V3 schien man die Gesetze des Marktes außer Kraft gesetzt zu haben, schienen alle Tore des Erfolgs weit offen zu stehen – legendär der angekündigte Sturm auf den Marktführer Nokia, der als ein laues Lüftchen verpuffte. Marktanteile, Verkaufszahlen, Image schmierten ab ins Bodenlose. Der Aufschlag war hart und schüttelte die Motorola-Führung kräftig durcheinander. “Sanieren, kooperieren, schließen” hießen beim bereits vergangenen Konkurrenten Siemens die Optionen kurz vor der endgültigen Schließung der Werkstore. Kaum einer glaubte, dass es Motorola anders als den Münchenern ergehen würde, als die Abspaltung der Handysparte bekanntgegeben wurde.

Handy-TV: Das war´s dann wohl

geschrieben von am 20. Juni 2008 um 14:34 geschrieben von am 20. Juni 2008 um 14:06

LG HB620-TNeue Dienste haben es im deutschen Mobilfunkmarkt traditionell sehr schwer. Zwar haben es die Gerätehersteller inzwischen geschafft, neben der Telefon-Funktion auch MP3-Player und Kamera im Gerät zu etablieren, die Netzbetreiber konnten daraus jedoch bislang kein Kapital schlagen.

Der seit Jahren einzig erfolgreiche Datendienst ist und bleibt die Kurznachricht per SMS. Auch das hochgepriesene mobile Internet dümpelt noch vor sich hin. Egal ob MMS, Push-to-Talk oder mobile Downloaddienste – alles schien zum Scheitern verurteilt. Wie ein Silberstreif am Horizont im Kampf gegen sinkende Durchschnittsumsätze (ARPU) klammerte sich eine ganze Branche verzweifelt an ein Thema: Handy-TV. Doch spätestens seit heute ist klar: Wieder wird es ein Dienst, mit dem der Mobilfunknetzbetreiber kein Geld verdienen wird.

Dabei schien der Plan einfach und leicht umsetzbar – weil sowohl Hersteller wie Netzbetreiber zu profitieren glaubten. Denn zum Empfang der Handy-TV-Inhalte brauchen Nutzer zum einen ein DVB-H-taugliches, neues Endgerät, zum anderen die Freischaltung des Dienstes bei Ihrem Netzbetreiber. Also quasi wie ein Hosentaschen-Premiere zum Mitnehmen. Pay-TV immer und überall.