Das iPhone und seine Besitzer
Das iPhone ist unbestritten ein tolles Handy. Ein wirklich tolles Handy. Runde Ecken, glatte Oberflächen, ein wahrer Handschmeichler. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Der Touchscreen reagiert super sensibel und der App Store bietet seinen Nutzern ein schier unendliches Angebot an zusätzlichen Applikationen. Doch der unglaubliche Erfolg des Apple-Handys ist nicht nur auf die tolle Technik zurück zu führen. Denn das Apple iPhone ist mehr als ein Handy – es ist der ultimative Image-Garant.
iPhone-Besitzer sind mega cool, trendy und sich darüber bewusst, dass jeder weiß, dass sie verdammt viel Geld für ihr Handy ausgegeben haben. Oder, um es mit Lisa Simpsons Worten zu sagen: sie sind einfach nur (M)apple-Menschen.
Eigentlich könnte man dieses Thema nun abschliessen. Den (M)apple-Menschen einfach ihre Freude am gekauften Image lassen und sich vielleicht einfach selber ein iPhone anschaffen, um nicht mehr voller Neid und Missgunst über besagte Menschen herzuziehen. Vielleicht ist es ja tatsächlich bereichernd dem (M)apple-Universum anzugehören. Man könnte einfach als glücklicher Steve-(M)obs-Jünger ein erfülltes Leben bestreiten. Wäre da nicht… Ja, wäre da nicht die Gefahr einer möglichen Geiselnahme durch das iPhone.
Und hat einen das iPhone erst einmal gefangen genommen, kann dies zu schwerwiegenden psychischen Schäden führen. Dänische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass iPhone-Besitzer ähnliche Symptome aufzeigen wie Geiselopfer mit dem Stockholm-Syndrom. Laut Wikipedia versteht man unter dem Stockholm-Syndrom “ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert.” In Verbindung mit dem iPhone bedeutet dies, dass iPhone-Besitzer auch ganz offensichtliche Mängel an ihrem liebsten Stück nicht erkennen können oder sogar verleugnen. So würden sie zum Beispiel die Tatsache, dass kein anderer Browser auf dem Gerät installiert werden kann, damit rechtfertigen, dass der Apple-Browser eh der beste sei.
Traurig kann es also sein. Das Leben als (M)apple-Mensch. Doch wenigstens ist man nicht alleine im (M)apple-Universum. Vielleicht liesse sich auch hier eine Selbsthilfegruppe für Betroffene einrichten. Man könnte gemeinsam die vielen Vorteile des iPhones erörtern, neueste Apps austauschen, sich gegenseitig bewundern oder einfach nur dem Song “Mein neues Handy” von den Wise Guys lauschen, die nicht ohne Grund singen: “Ohne dieses Handy wär mein Alltag ziemlich leer. Ich glaube sogar, das mein ganzes Leben sehr schwer wär.”
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Februar 4th, 2010 at 17:47
einer der besten und wahrsten beiträge die ich bisher über (m)apple lesen durfte.
vielen dank dafür….das war schon sehr lange nötig….:)
März 24th, 2010 at 00:57
Informationen, die man mal gelesen haben sollte
Mai 5th, 2010 at 16:14
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