Das Zune-Tattoo: Frühe Reue gratis
Wer sich ein Logo eines technischen Gerätes oder aber eine Marke auf den Oberarm setzen lässt, der hat entweder nicht alle Latten am Zaun, oder aber ist dort Mitarbeiter. Denn so sexy der Kapitalismus auch sein mag, so wenig sexy ist es doch, mit einer Marke spazieren zu gehen, die es jetzt nicht mehr gibt. Man stelle sich einmal vor, in den 60ern wäre das schon hip gewesen: Tausende Rentner mit Borgward- oder Horten-Tattoos auf den Oberarmen, die einander verschämt die eingelassene Farbe auf dem Oberarm zeigen. Das dürfte auch dem jungen Mann komischen Vogel so gehen, der sich ein Zune-Logo auf den Oberarm hat meißeln lassen.
Da man sein Bedauern schon jetzt im Gesicht erkennt, ist der Weg zur professionellen Entfernung wohl nicht weit. Denn wer ehrlich annimmt, in zehn Jahren wüsste noch jemand, was das da soll, dem sollte man vielleicht mitteilen, wie erfolgreich der Zune doch ist: Gar nicht.
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Juni 20th, 2007 at 11:18
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