Ein Blu-ray Player für die Aldi-Brüder
Neulich in Genf… Wer bisher beim Preis des Blu-ray Players Denon DVD-A1UD (5.000 Euro) gedacht hatte, sowas leisten sich nur Spinner die oberen Zehntausend, der müsste bei folgendem Gerät eher auf die Forbes-Liste “The World’s Billionaires” schauen, um potenzielle Käufer zu entdecken: Der Schweizer High-End-Hyper-End-Hersteller Goldmund taxiert den Preis für seinen Blu-ray Player Eidos Reference Blue auf 135.000 Dollar. Nein, nicht Simbabwe-Dollar, US-Dollar.

Qual der Wahl: Blu-ray Player oder Eigentumswohnung?
Man sollte meinen, zum Preis eines Ferrari bekommt man dann wenigstens das Super-Duper-Nonplusultra aller Zeiten unter den Blu-ray Playern, doch weit gefehlt: Ins Internet gehen, um dir Filmtrailer oder Regiekommentare auf den Bildschirm zu holen, kannst du mit dem Goldmund Eidos keinesfalls. Er nennt sich zwar Universalplayer, aber DVD-Audios oder Super Audio CDs kannst du damit noch lange nicht abspielen. Und Surround-Sound ist mit dem Goldstück auch nur bis 5.1 möglich. Goldig, diese Schweizer. Das ist ungefähr so, als würde Luca di Montezemolo einen Ferrari verkaufen mit Automatikschaltung, Drehzahlbegrenzung und nur in der Farbe dunkelgrau.
Es ist also beileibe nicht alles Gold, was hier beim Eidos Reference Blue glänzt. Aber imposant ist er schon: An allen vier Ecken mit massigen gedämpften Füßen ausgestattet, thront der bullige Bolide auf einem eigens angefertigten (und mitgelieferten!) Blu-ray-Player-Tisch. In diesem Alu-Möbel ist ein Messing-Bedienfeld für Play, Stop, Forward usw. eingelassen, was dem Ganzen irgendwie einen “Moonraker“-Look gibt.
Von der edlen Kombi, die übrigens mit 82 Kilo ungefähr so viel auf die Waage bringt wie alle derzeit in Deutschland erhältlichen Blu-ray Player zusammen (was keineswegs heißen soll, dass sie ihr Gewicht in Gold wert ist), bringt Goldmund nur 50 in Genf handgefertigte Stück auf den Markt. Da heißt es: Schnell zuschlagen (jaja, Morgenstund hat Gold im Mund)! Nützlich ist auch, wenn man in besagter Forbes-Liste möglichst weit oben steht, so z.B. wie Microsoft-Guru Bill Gates, Ikea-Chef Ingvar Kamprad, Versandhaus-Boss Michael Otto, die Walmart-Waltons oder die Aldi-Albrechts.
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Oktober 8th, 2009 at 11:15
Im Blog: Ein Blu-ray Player für die Aldi-Brüder…
Der Eidos Reference Blue von Goldmund ist als reiner Blu-ray Player mit einem Preis von 135.000 US-Dollar dermaßen überteuert, dass man das Gerä (…)…
November 8th, 2009 at 13:54
Da gehts doch heuptsächlich darum, wieder mal ein Statussymbol zu schaffen damit Leute die wirklich nicht mehr wissen wohin mit den Geld eben etwas vorzeigen können.
Was das Ding kann ist dann fast nebensächlich – hauptsache teuer und vor allem ein Design das auffällt. Eigentlich wird dann alles was es nicht kann meist sogar als “Feature” hingestellt – kennt man ja aus dem ganzen High-end Bereich.
Ich find es ja nur faszinierend, dass anscheined ein Markt für so was existiert – ich kenn die Produktionskosten nicht, geh aber davon aus, dass man sich mit derartigen Produkten durchaus eine goldenen Nase verdienen kann.
Dezember 14th, 2009 at 20:19
Ja die Frage stellt sich hierbei wirklich, wer braucht so ein Ding denn?
Dezember 22nd, 2009 at 16:35
Da gehts wohl weniger ums “brauchen” als ums “vorzeigen können”
April 14th, 2010 at 18:14
[...] Preislich geht’s los bei 4.999 US-Dollar. Dafür ist aber auch ein vergoldeter Controller dabei. Wem ein Blu-ray-Laufwerk fehlt, der kann ja zum PS3-Pendant greifen – oder zum Eidos Reference Blue… [...]
April 29th, 2010 at 18:11
[...] Aldi: Einen standesgemäßen Blu-ray Player haben wir den Aldi-Brüdern ja schon aufgeschwatzt; wie wäre es jetzt mal mit passenden Fernsehern [...]