Ein Kompromiss, der keiner ist
Mit der Ankündigung, alle Nokia-Geräte zu boykottieren, die den neuen Nokia-Online-Dienst “Ovi” unterstützen, hat Deutschlands Mobilfunkanbieter Nummer Eins, der rosa Riese T-Mobile, sich weit aus dem Fenster gelehnt und deutlich gemacht, dass man über den Ausflug Nokias in das Revier der Tarifanbieter extrem ungehalten nicht sehr erfreut war.
Wenn diesem heftigen Protest allerdings ein windelweicher Kompromiss folgt, kann man sich ein ganz gutes Bild von der (nur bedingt vorhandenen) Relevanz von T-Mobile für Nokia machen. Sobald der Blauwal Nokia auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern erst mal sein Maul geöffnet hat, stören die Bedenken anderer Ozeanbewohner den Branchenriesen nicht mehr.
Das Ende vom Lied: T-Mobile hat Ovi wie erwartet nicht verhindern können und muss sich jetzt mit der Konkurrenz arrangieren. Echtes, freies Web 2.0 für das Handy bietet allerdings keines der Portale. Man ist auf die Dienste beschränkt, die T-Mobile und Nokia einem vorgeben netterweise anbieten oder muss, wie public-beta.com es auf den Punkt bringt, warten bis Googles Android auf den Markt kommt.
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