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Et kütt wie et kütt


Kenne mer net, bruche mer net, fott domet! Diese “leicht” innovationsfeindliche kölsche Redensart ist eine prima Beschreibung für den Grund, warum sich viele mobile Dienste in Deutschland nur sehr zögerlich durchsetzen. Mobiles Internet, Fernsehen über das Handy, Bezahlen mit dem Handy: All diese Dienste verunsichern durch unklare Kosten, uneinheitliche Standards und ungeklärte Sicherheitsfragen. Bei so vielen Zweifeln und offenen Fragen ist es offenbar für viele Menschen leichter, sich mit einem Thema gar nicht zu beschäftigen.

Viele Handynutzer sind der Meinung, dass sie mobile Dienste überhaupt nicht brauchen. “Nur Telefonieren und SMS”, dieser Slogan wird von vielen wie eine Monstranz vor sich her getragen, um zu demonstrieren, dass man den ganzen “digitalen Schnickschnack” nicht braucht. Die Anbieter unterstützen diesen Eindruck, indem sie mit teilweise horrenden Preisen und kindischem Gezänk um den richtigen Standard die Konsumenten verunsichern.

Schade, dass man in Deutschland offenbar noch nicht so weit ist wie in unseren Nachbarländern. In Österreich könnte Bezahlen mit dem Handy in einigen Monaten eine ganz selbstverständliche Option darstellen, in den Niederlanden ist das Handyfernsehen erfolgreich gestartet. Vielleicht schwappen diese Innovationen ja irgendwann nach Deutschland. Denn bei aller Skepsis gegenüber Neuerungen ist man auch in Köln offen für frische Ideen: Et kütt wie et kütt un nix bliev wie et wor!

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4 Kommentare zu “Et kütt wie et kütt”

  1. coco:

    Wo bleiben wir den wirklich als Endverbraucher. Tausend verschiedene Tarife, ein Wulst der nicht wirklich tranzparent ist. Der Knaller ist entscheidest du dich Heute, ist Morgen wieder was besseres da. Es müßte eine Flatrate geben, wo alle Netze, SMS, und Web frei sind und eine monatliche Pauschale bezahlt werden würde. Dan könnte man sich auch auf weitere Funktionen konzentrieren. Jetzt hat man genug damit zu tun, nicht zur falschen Zeit zu telefonieren..

  2. bernd:

    Also wenn man bedenkt was alles in Handys eingebaut wird (Kamera GPS – ish hab auch schon von Mini Beamern gehört) dann ist es wirklich traurig dass nicht auch “sinnvolle und lebensvereinfachende” Sachen verwirklicht werden. Bezahlen mit Handy fänd ich prima – ich vergess eher die Geldbörse zu Hause als das Handy.
    Aber wahrscheinlich sind es Sicherheitsängste die die Nutzung von Handys in diesem Sinn verzögern oder verhindern.
    Als Idee hatte ich, dass jeder Mensch einen RFID Chip eingepflanzt kriegt auf den das Handy dann abgestimmt ist – so dass ein Handy nur vom tatsächlichen Benutzer für derartig sensible Vorgänge nutzbar ist.

  3. Tony:

    ja liegt eben daran, dass es bis dato noch nicht viel anwendererfahrung in diesen bereichen gibt und vor allem weil die meisten auf ihrer alteingesessenen schiene fahren und damit noch nicht enttäuscht wurden.

  4. Juergen:

    Ich bin dagegen. Vollautomatisierung der Menschen. Hoffentlich werden wir in der naechsten Monaten programmiert, fuer wen und wann zu heiraten oder so was. verschiedene Tarife, organisiertes Chaos nennt man das.

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