GNT: Der Star ist nicht die Jury
Nun ist sie also rum, die dritte Staffel von Heidis “Germany´s Next Topmodel” (GNT). Gewonnen hat das erst 17-jährige Kücken Jennifer mit den ewig laaaaangen Beinen und dem leicht stacksigen Gang. Dabei hatte man das Gefühl, dass sowohl die Mädels, als auch besonders die Jury farbloser und langweiliger waren als in den Staffeln zuvor – trotzdem waren die Einschaltquoten besser denn je.
Erinnern wir uns doch mit Freude und Wonne an “Drama-Bruce“, der sich fast “Kacka in die Hose” gemacht hätte, weil alles “sssoooo geil hier ist“. Legendär der Ausspruch, dass die Handtasche “leben muß“. Tage-, wochen, ja monatelang kann man von solchen Sätzen beim Promitalk in der Kaffeeküche in der Runde der geschwätzigen Kollegen mithalten.
Und diesmal? Payman, der etwas zu kurz geratene Gernegroß, der sich auf die Zehenspitzen stellen muss um “seine” Mädels zu busserln? Nein, der Model-Agent hat sich nicht zum Bruce-Nachfolger gemausert.
Bleibt Rolf oder Rolfe oder Roulf….aber bitte immer mit leichtem französischem Akzent aussprechen. Ausser der Tanzeinlage in der Finalshow und dem “Wutausbruch” nach der Kontrolle der Hotelzimmer zu Beginn der Staffel hat wenig an ihm das Zeug zum Klassiker. Ohnehin hat man sich eigentlich doch nur die Frage gestellt, wer der arme Mann ist und wieso ihm keiner sagt, dass da eine TV-Sendung gedreht wird….
Die Erkenntnis aus der dritten Staffel GNT ist, dass die Personen der Jury im Grunde egal sind. Sehr gerne möchte man das auch den DSDS (Deutschland sucht den Superstar) -Machern bei RTL zurufen. Denn wenn GNT ohne Bruce funktioniert, dann braucht die Mutter-aller-Casting-Shows auch keinen Dieter Bohlen mehr.
Noch erstaunlicher ist es, dass es auch keine strahlenden Teilnehmer braucht. Im Gegenteil, je natürlicher die Nachwuchstalente “rüberkommen“, desto höher ist die Identifikation der Zielgruppe und damit die Einschaltquote. Die Botschaft ist also: Nicht die Mädels, nicht die Moderatorin und schon gar nicht die Jury ist der Star – sondern der Traum der Zuschauer, wenigstens für einen Augenblick berühmt und erfolgreich sein zu dürfen.
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Juni 6th, 2008 at 11:31
Jennifer bei Philipp Plein in Barcelona
http://blog.fashionfreax.net/2008/06/05/jennifer-hof-wird-germanys-next-topmodel-2008/
Juni 6th, 2008 at 14:01
Der eigentliche Star ist nur der Sender, der mit kalkulierbaren Kosten Unsummen durch Werbung einnimmt. Und wenns mal etwas enger wird, dann scheidet eben mal niemand aus – so wird es eben eine Show mehr…
Juni 12th, 2008 at 02:47
Hab gelesen, dass die Gewinnerinnen die totalen Knebelverträge bekommen. Ob das stimmt?
Juni 13th, 2008 at 00:49
Das Frag ich mich auch !
Juni 15th, 2008 at 15:51
Ich fand auch, dass diesmal die Mädels nicht so toll waren, bei der letzten Staffel waren weitaus interessantere Mädels dabei. Was auf jeden Fall von der Sendung bei uns in Köpfen bleiben wird ist die Aussage : Das ist ein no go.
Juni 20th, 2008 at 11:29
Das mit den Knebelverträgen hab ich auch gelesen. Die letzten 16 haben wohl alle einen solchen Vertrag bekommen. Sie müssen die Kosten, die durch die Produktion entstanden sind, natürlich abbezahlen. Bei der Gewinnerin werden wohl bis zu 40% ihrer Einnahmen abgezogen. Angeblich soll sie aber pro Auftrag mindestens 3000 Euro bekommen.