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Hummer baut Handy: Wer soll das kaufen?


HummerNatürlich ist es für Journalisten immer zu begrüßen, wenn neue Handymarken in den Handel kommen: Das bedeutet Testgeräte, Inhalt der kommenden Artikel und auch Unternehmen, die hoffentlich Werbung schalten. Nach den Hosenmachern von Levis hat nun die Designschmiede ModeLabs auch den Geländewagenhersteller Hummer zum Kunden für eine eigene Handymarke machen können, wie inside-handy schreibt:

Im Mittelpunkt steht laut Hummer Haltbarkeit, verbunden mit Performance. Ausserdem soll das Design auf die “ganze Härte” heutiger Lifestyle-Aktivitäten ausgelegt sein. Hummer sei für erstklassige, robuste Autos bekannt, so eine Sprecherin von ModeLabs. Das werde man auf die Handys übertragen. 

Das ganze Angebot klingt logisch, gibt es doch nur weniger Outdoor-Handys auf dem Markt. Doch das Problem dürfte gerade bei Hummer-Handys sein, dass sie praktisch keine Zielgruppe haben.

Schauen wir doch einmal offenen Auges auf den Fahrersitz eines normalen Klimakillers Geländewagen, heutzutage SUV genannt: Da sitzt schon lange kein Reinhold Messner mehr. Vielmehr sind dort vorwiegend Frauen zu finden, die mit einem solchen Auto ein subjektives Gefühl der Sicherheit haben. Alternativ: Zahnärzte, Rechtsanwälte und andere Hobbygolfer. (Sagte gerade jemand Klischee?) Die fahren allerdings damit keineswegs in den Wald, das lässt im Normalfall nicht einmal die Bereifung zu. Damit parkt man eher vor Prada als vor dem Hochsitz. Und da dürfte auch das Problem liegen: Solche Kunden kaufen nunmal eher das Gucci-Handy, jedoch keinen marzialischen Mobilfunk-Brocken aus den USA. Was für

Die einzige Zielgruppen, die mir auf Anhieb einfallen: Bauarbeiter, Förster und Kids, die sich sonst für ein unerhörtes Geld “FUBU” oder ähnlichen Unsinnn auf ihre zeltgroßen Hosen sticken lassen. Ob man sich damit wirklich einen Gefallen tut im Hause Hummer, darf bezweifelt werden.

Bildquelle: Pixelquelle 

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4 Kommentare zu “Hummer baut Handy: Wer soll das kaufen?”

  1. Yannick:

    Wofür steht Hummer? Ist das nicht ein viel zu lautes, dickes, spritfressendes, amerikanisches Riesenbaby? Ehemals entwickelt für die US-Streitkräfte, viel zu teuer, um damit wirklich in den Busch zu fahren….

    Wenn ich das mal auf ein Handy übertrage: Dann sieht das Handy aus wie Katharina, das Große, kostet so viel wie ein Vertu, hat eine Standby-Zeit von 1 Stunde (Gesprächszeit: 2 Minuten) und wird von ehemaligen Nokia 8850-Kunden gekauft. Na dann mal Prost.

  2. Mind:

    Also wenns ein vernünftiges Outdoor Handy wird, warum nicht? Fehlt momentan sowieso am Markt.

  3. IT-Freak:

    Also imo müsste die Frage nicht “wer soll das kaufen”, sondern “wer kann das Handy fahren” lauten :-)

  4. Hey Nokia! Wo bleibt eigentlich das Adidas-Handy? « inside-blog.de:

    [...] darf anscheinend jeder seinen Namen auf etwas kleben, das jemand anderes produziert hat: Levis und Hummer haben das “eigene Handy”, Gucci versuchte es mit Motorola, LG mit Prada, und der [...]

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