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Magere Zeiten: Vodafone und o2 verlieren Marktanteile


Die Wunderwelt der Ökonomie hat so manches in der Hinterhand, was den guten alten Otto Normalverbraucher verwirren mag. So kann man gleichzeitig wachsen und doch schrumpfen. Wie das geht? Nun, ganz einfach: Man verliert den Anschluss und wächst langsamer als alle anderen. So geschehen im ersten Quartal 2007 bei Vodafone und o2. Denn trotz wachsender Kundenzahlen gehen beiden langsam Marktanteile verloren. Doch da hören die Parallelen schon auf: Beide dürften ganz unterschiedlich damit umgehen müssen.


Für Vodafone ist das schon geradezu trauriger Alltag geworden: Seit 1996 verlor das Unternehmen praktisch jedes Jahr Marktanteile, von satten 61,6 Prozent auf nunmehr 34,8 Prozent im ersten Quartal 2007. Gut, bei der ersten Zählung hatte man gerade einmal 111.000 Kunden, nu sind es 30,8 Millionen. Aber trotzdem, die Nummer eins ist man seit einer ganzen Weile nicht mehr. Das macht aber nicht so viel, wie man vermuten mag: Die Zahl ist groß genug, um langfristig eine Perspektive am Markt zu haben.

Dramatischer ist die Situation allerdings schon in München bei o2 Germany: Die Nummer Vier kann in der spanischen Zentrale mit hoher Profitabilität alleine keine Punkte machen, und ein sinkender Marktanteil dürfte der erfolgsverwöhnten Genion-Erfinder nicht wirklich ins Konzept passen. Doch die Probleme sind hausgemacht: Genion L war die letzte Flatrate am Markt, bei SMS sieht es ähnlich aus. Echte Innovationen, lange Zeit das Markenzeichen von o2, sind inzwischen bei E-Plus zuhause.

Bemerkenswert ist dabei, dass gerade die Netze am wenigsten wachsen, die praktisch kaum auf Discount setzen. Vodafone fürchtet dabei um seine Profitabilität, o2 hingegen dürfte sich nicht zu sehr mit Roaming-Partner T-Mobile anlegen wollen. Sollte sich nicht bei beiden etwas dramatisch ändern, bleibt der Trend sehr wahrscheinlich bestehen. Geiz ist somit weiterhin geil – und wer nicht in der Geizliga die Discounter beschickt, dürfte seinen Platz in der Nische sicher haben.

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2 Kommentare zu “Magere Zeiten: Vodafone und o2 verlieren Marktanteile”

  1. Thomas:

    Kein Wunder;meine Frau und ich sind seid mitte December 2005 Vodafone Kunden mit 5 Verträgen.
    Einer mit Vodafon Web über GPRS weil UMTS nicht verfügbar und T-DSL ein Witz.
    Von anfang an nur Probleme,entweder Hardware defekt oder Netzstörungen!Service Hotline ist ganz nett hat aber von der Technik keine Ahnung.
    Leider ist dies in den lädlichen Gebieten der Bundesrepublik der Alltag,schlechte Netzversorgung der großen Betreiber und mieser Service,und dann wundern sich die Herren in den Chefetagen das die Bielanzen nicht stimmen und die Kunden unzufrieden sind und abwandern zu den Diskountern.(siehe Symyo EPlus)

  2. Ben:

    Bisher begründen die großen Anbieter ihre teureren Tarife meist mit besserer Technik (trifft beim UMTS Netz eindeutig zu) und besserem Service. Aber wenn man Beispielsweise vergleichsseiten wie DSL-Info.org besucht, sieht man sofort das deren Tarife deutlich teurer sind. Und da muss jeder für sich selbst abwägen ob ihm die Mehrkosten das wert sind.

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