Microsoft – oder das große Fressen
Börsencrash hin, Finanzkrise her – es gibt bei jeder Katastrophe immer viele Opfer, aber auch wenige Gewinner. Und die sahnen meist richtig ab. Als Beispiel nehme man die biblische Sintflut, bei der nur ein paar Auserwählte auf Noahs Arche überlebten. Alle anderen waren Opfer und die Arche-Passagiere hatten nach den Überflutungen viel Platz und wenig Ärger mit den Nachbarn. Selbst nach dem amerikanischen “schwarzen Donnerstag” – der wegen der Zeitverschiebung und bereits geschlossenen Börsen in Europa ein “schwarzer Freitag” war – und der als Auslöser der Weltwirtschaftskrise galt, gab es große Gewinner. Nämlich diejenigen, die rechtzeitig aus dem Markt gegangen waren und bei extrem niedrigen Kursen wieder einstiegen. Ja sogar im Kriegsfall gibt es eindeutige Gewinner, man möge nur mal nachschlagen, wie ein gewisser Alfred Nobel sein Geld verdient hat.
In diesen Tagen scheinen die Nachrichten nur Verlierer zu kennen. Banken, Auto-Hersteller, ja ganze Staaten scheinen der Finanzkrise hilflos ausgesetzt zu sein. Doch dann wird klar, wer zu den Gewinnern zählen könnte – und mir kommt das Bild mit dem Teufel, der immer auf den größten Haufen…Sie wissen, was gemeint ist. Bei inside-handy.de lesen wir nämlich, dass Software-Gigant Microsoft den Blackberry-Erfinder RIM übernehmen möchte:
Aber nur, wenn die Aktien von RIM, vor vier Monaten noch knapp 150 Dollar wert, unter die 50-Dollar-Marke fallen. Microsoft will RIM – derzeitiger Aktienwert: ca. 60 Dollar – noch etwas taumeln lassen, bevor der Software-Gigant zuschlägt, so Peter Misek, Analyst bei Canaccord Adams.
Alle Unternehmen, deren Kriegskasse prall gefüllt ist und die die entsprechenden Mittel nicht im freien Finanzstrudel verloren haben, haben jetzt die besten Gelegenheiten, wahre Schnäppchen zu machen. Das große Fressen hat begonnen und wir dürfen uns auf eine Zeit der Fusionen und Übernahmen gefasst machen, wie wir sie noch nie gesehen haben.
Wer auch nur einen Moment gehofft hatte, dass Microsoft seine marktbeherrschende Position bei den PC-Betriebssystemen durch die immer zahlreicher werdenden mobilen Konkurrenten verlieren könnte, der unterschätz die Kollegen aber gewaltig. Denn, so schreibt inside-handy.de weiter, Geld hat Microsoft wie Heu. Sogar so viel, dass Analysten zu dem Schluss kommen,
… dass Microsofts 23,6 Milliarden Dollar ausreichen würden, diesen Deal ohne Kredite zu beschließen. Der Softwareriese würde damit rund 20 Millionen Blackberry-Nutzer übernehmen und vielleicht seinen Marktanteil bei den mobilen Betriebssystem von lediglich 12 Prozent ausbauen können, verfügt Blackberry doch über 17,4 Prozent
…Marktanteil. Macht nach Adam Riese fast 30 Prozent Marktanteil. Vielleicht sollte man jetzt günstig Microsoft-Aktien kaufen ?!
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