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Microsoft verpasst Apple ein Tampon


Das iPad wurde gestern abend live und exklusiv vorgestellt. Wie immer eine große Show, wie immer alles perfekt inszeniert: Die Apple-Jünger starren gebannt auf Steve Jobs, der zaubert das neueste Apple-Produkt – in diesem Fall das iPad – hervor, alle klatschen. Danach gehen alle brav in die Läden und kaufen die technische Errungenschaft, so dass die Kasse klingelt. Fehler gibt es bei Apple nicht, aber ein kleines Detail wurde diesmal übersehen.

Denn neu an dem geschilderten Prozedere dürfte sein, dass die jüngste Apple-Maschine diesmal auch zur Erheiterung beiträgt. Die amerikanischen Frauen lachen. Über Apple, über Steve Jobs und vor allem über das “hihi” iPad. Denn in den USA bedeutet das Wort Pad pikanterweise auch Tampon. Vielleicht hätte es keiner so recht bemerkt (so wie bei Apple!?). Vielleicht wäre es unter den Tisch gefallen. Aber vielleicht würde das auch nicht so recht zum Zeitalter des Web 2.0 passen.

Denn innerhalb kürzester Zeit nach der iPad-Präsentation – nachdem der erste Lachanfall verdaut war – machte das iTampon via Twitter die Runde und wurde zum Trending Topic. Schwer vorstellbar, dass es sich hierbei um einen wohlüberlegten Marketing-Gag von Apple handelt. Aber noch schwerer vorstellbar, dass bei Apple keiner seine fünf Sinne beisammen hat, um das zu bemerken. Ist am Ende sogar Microsoft dafür verantwortlich, dass Amerikas Frauen (und Steve Ballmer gewiss auch) über Apples iPad lachen? Denn ursprünglich kursierte im Internet der Name iSlate für das Tablet von Apple, die Internetdomain islate.com hatte Apple sich passenderweise schon vor längerer Zeit gesichert.

Doch aus diesem Namen wurde nichts, weil Microsoft zu Beginn dieses Jahres auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas sein neues Tablet präsentierte. Der Name: Slate. Ein neuer Name musste her. Schnell, keine Zeit für für eine großangelegte Marktanalyse, nennen wir es doch….naja. Es hätte wohl gereicht, die Frau in der Kantine zu befragen, und die Herren in Cupertino wären mit Schamesröte im Gesicht zurück in ihre Büros geschlurft. Aber, das haben sie nicht. Und so haben wir jetzt das tolle, einmalig-sensationelle iPad; ein Tablet auch für die unbequemen Tage, dem in der Regel selbst dieser Marketing-Faux-Pas nichts ausmachen dürfte.

Denn selbst wenn Apple tatsächlich eines Tages Tampons herstellen sollte, sie würden sich wohl auch verkaufen. Denn wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten. Unter dem Motto: “Es gibt keine schlechte PR” ist der Bekanntheitsgrad des iPad bei amerikanischen Frauen innerhalb kürzester Zeit auf das Maximum gestiegen. Das Slate von Microsoft kann das von sich nicht behaupten.

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