Also, werter Herr Blome, wenn Sie schon derart schmissige Kommentare ins HTML werfen, dann machen wir das doch auch:
Im Wirbel um die Börsengeschäfte von Post-Chef Klaus Zumwinkel muss man unterscheiden: Zwischen den vielen Punkten, um die es offiziell nicht geht – und dann nämlich doch.
NATÜRLICH geht es auch um das Millionengehalt eines Vorstandschefs, der aus einem (lahmen) Staatskonzern ein (modernes) internationales Unternehmen (immerhin) machte, denn sonst hätte man dem kleinen Mann wohl gar nicht noch einmal das Gehalt aufs Brot geschmiert.
AUCH geht es um die – durchaus übliche – Form, Top-Manager auch mit Aktien des eigenen Unternehmens zu bezahlen. Denn auch hier schürt man durch die bloße Verkettung “Aktien” und Ausschüttung sowie den indirekten Vorwurf des Insiderhandels den Neid.
Kurzum, schreiben Sie, es geht nicht um Neid. Da haben Sie keineswegs Recht, Herr Blome, denn darum geht es. Allerdings geht es auch um einen weiteren kleinen Tiefschlag gegen “die da oben”, und das ist IHR MITBEWERBER.
Blöd nur, wenn das inzwischen sogar schon der BILD-Leser geschnallt hat und man sich jetzt an jeden Strohhalm klammert, der von anderen gereicht wird. Da muss man dann schon mal schreiben:
Wenn viele deutsche Zeitungen das nun beschreiben und bewerten, ist das keine „Kampagne“, sondern die Suche nach dem Punkt, wo Anstand und Vorbild enden und Gedankenlosigkeit beginnt.
Liebe BILD, lieber Herr Blome, das interessiert Euch doch sonst einen Huster, was der Rest der Nation schreibt. Ihr wisst doch nicht nur alles zuerst (siehe iPhone, war zwar falsch, aber zuerst), sondern im Regelfall auch noch besser. Und nun muss das Handelsblatt dafür herhalten, dass die von Euch bereits erfolgreich betriebene moderne Sklaverei Umsetzung eines Businessplans nach rein marktwirtschaftlichen Kriterien nicht so durchkommt?
Wie wäre es denn, nächstes Mal Herrn Pofalla zum Kommentar einzuladen? Gut, dann sollte man ihn allerdings als Generalsekretär der CDU vorstellen und besser nicht nachschauen, in wessen Anwaltsbüro Herr Pofalla arbeitet. Dann könnte man das zur WAZ-Gruppe weiterverfolgen, die bei der PIN AG Hauptanteilseigner ist. Aber muss man ja nicht. Die Technik der bewussten Wahl und auch Abwahl der Informationsquellen ist dem Hause Springer ja nicht neu.