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Frequenzauktion: Ende gut, alles gut

geschrieben von am 21. Mai 2010 um 16:15 geschrieben von am 21. Mai 2010 um 16:05

Der Hammer ist nach sechs langen Wochen  gefallen und der Bieterkampf um die neuen Mobilfunkfrequenzen endlich beendet.  Allerdings mit einer Enttäuschung: Die vier Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus haben zwar um die Wette geboten, nach 224 Runden wurden jedoch nur rund 4,4 Milliarden Euro ausgegeben – und damit die Hälfte des erwarteten Betrages.  Peanuts im Vergleich zu der spektakulären UMTS-Auktion vor zehn Jahren, die gut 50 Milliarden Euro in die Staatskassen gespült hatte.

Telefon-Terror der Telekom-Typen

geschrieben von am 25. August 2009 um 16:55 geschrieben von am 25. August 2009 um 16:08

Neulich in der Warteschleife… Wehe dem, dessen Telefon-Anschluss eines Tages den Dienst verweigert. Dieser Artikel könnte auch unter dem Titel laufen: Wie es Kai Kiste in 14 Tagen mit der gesamten Telekommunikationsbranche aufgenommen hat und schließlich obsiegte…

Tag 1: Ab und zu muss man ja auch in Zeiten des Mobil-Zwangs mal über das Festnetz telefonieren. Doch was tun, wenn’s plötzlich nicht mehr geht? Kunde Kai Kiste hat eine Telefon- und Internet-Flatrate von Arcor, also flugs mal in Eschborn angerufen. Telefonnummer der Arcor-Kundenbetreuung steht ja in der Bedienungsanleitung der Arcor-Starterbox.

“Sie sprechen mit der Vodafone-Kundenbetreuung”, behauptet die nette Automatenstimme. Achja, Arcor heißt ja jetzt Vodafone. Hätte man wissen können. Der Automat belehrt, dass bei technischen Störungen nun doch eine andere Nummer gewählt werden muss. Also gut, wählen wir die Nummer der Vodafone-Störungsannahme. Ein weiterer Automat heißt uns herzlich willkommen und verlangt höflich die Eingabe der Kundennummer oder der Telefonnummer sowie des Geburtsdatums (Kommt jetzt etwa Schmuddelkram? Nein, doch nicht.)

Das Frollein vom Amt

Das Frollein vom Amt

O2 verabschiedet sich vom letzten Viag-Überbleibsel

geschrieben von am 24. April 2009 um 19:03 geschrieben von am 24. April 2009 um 19:04
o2 can see

o2 can see

Angeblich haben sie in München zwei Jahre auf diesen Tag hingearbeitet. Die Tarif-Revolution wurde uns angekündigt und o2 oh ist dabei rausgekommen. Lange hätten sie den Tarif schon fertig gehabt – aber o2 oh, nein, so erklärte ein sichtlich bewegter Lutz Schüler, Geschäftsführer Marketing & Sales bei Oh2, o2 oh, dass sei mehr als nur ein Zahlenwerk, dass sei ein ganze Philosophie. Netzausbau, Kundenorientierung, Aufbau einer großen Shop-Infrastruktur und das alles begleitet von einer “nie da gewesenen” Kampagne hätte nur der Vorbereitung für diesen Tarif gedient. Fast hätte man meinen können, der Tag werde als historischer in die Analen der Mobilfunkgeschichte eingehen. Fast…

O-Plus oder E-Zwei – das ist hier die Frage!

geschrieben von am 26. November 2008 um 17:39 geschrieben von am 26. November 2008 um 17:11

Also, noch deutlicher kann man es jawohl kaum noch machen:

“Würde O2 in Deutschland zum Verkauf stehen, dann würde der E-Plus-Mutterkonzern KPN eine solche Kaufoption prüfen”, sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks laut der Financial Times Deutschland auf einer Veranstaltung am Montagabend in Düsseldorf.

…lesen wir auf inside-handy.de. Besonders wenn es um Wettbewerber geht, sind Sätze im Konjunktiv besonders aussagekräftig – formulieren sie doch einen Wunsch in einer Art und Weise, durch die man den selbigen später gegebenenfalls wieder weit von sich weisen kann. E-Plus will O2 übernehmen, denn nur so kann man endlich als “richtiger” Spieler am deutschen Markt teilnehmen. Plötzlich wäre O-Plus oder E-Zwei (Sorry, aber ein englisches e-Two geht einem kaum über die Lippen) auf einer Augenhöhe zu T-Mobile und Vodafone. Und die E-Plus-Mutter KPN hätte ein dickes Standbein in einem der wichtigsten Mobilfunkmärkte der Welt und würde durch das o2 DSL-Geschäft zum “intergierten Telekommunikationsanbieter“.

Ein Kompromiss, der keiner ist

geschrieben von am 2. Mai 2008 um 14:29 geschrieben von am 2. Mai 2008 um 14:05

Mit der Ankündigung, alle Nokia-Geräte zu boykottieren, die den neuen Nokia-Online-Dienst “Ovi” unterstützen, hat Deutschlands Mobilfunkanbieter Nummer Eins, der rosa Riese T-Mobile, sich weit aus dem Fenster gelehnt und deutlich gemacht, dass man über den Ausflug Nokias in das Revier der Tarifanbieter extrem ungehalten nicht sehr erfreut war.

Wenn diesem heftigen Protest allerdings ein windelweicher Kompromiss folgt, kann man sich ein ganz gutes Bild von der (nur bedingt vorhandenen) Relevanz von T-Mobile für Nokia machen. Sobald der Blauwal Nokia auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern erst mal sein Maul geöffnet hat, stören die Bedenken anderer Ozeanbewohner den Branchenriesen nicht mehr.

Das Ende vom Lied: T-Mobile hat Ovi wie erwartet nicht verhindern können und muss sich jetzt mit der Konkurrenz arrangieren. Echtes, freies Web 2.0 für das Handy bietet allerdings keines der Portale. Man ist auf die Dienste beschränkt, die T-Mobile und Nokia einem vorgeben netterweise anbieten oder muss, wie public-beta.com es auf den Punkt bringt, warten bis Googles Android auf den Markt kommt.

Dafür sind die Fotohandys also da!

geschrieben von am 13. November 2007 um 11:57 geschrieben von am 13. November 2007 um 11:11

Also, wenn ich schon über die Flugsicherheit im Allgemeinen schwadroniere, dann kann ich ja auch noch ein hervorragendes Video zum Besten geben, dass sich ebenfalls mit der Materie befasst. Außerdem wird hier einmal mehr deutlich, dass der “Flight Mode” nicht nur zur Sicherheit an Bord eines Flugzeugs beiträgt, sondern auch das persönliche Wohlbefinden steigern kann. Ein entsprechender Hinweis fehlt zwar leider, aber damit hätten wir ja Platz für eine Fortsetzungsgeschichte. Wobei Minolta und Co. jetzt vermutlich argumentieren werden, mit einer Digitalkamera wäre das nicht passiert. Richtig, aber die wäre sehr wahrscheinlich ganz unten im Handgepäck.

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Keine Sensation: BILD Dir Deinen Handytarif

geschrieben von am 15. Oktober 2007 um 12:23 geschrieben von am 15. Oktober 2007 um 12:10

Endlich, darauf hat die Welt gewartet, wie konnten wir nur so lange ohne auskommen? Ich weiß es nicht, aber nun kümmert sich die selbsternannte “Stimme der Hausbesitzer” (oder etwas ähnliches) endlich auch um die Handytelefonierer. inside-handy.de schreibt:

Ab dem 16. Oktober vertreibt das Blatt unter dem Label “Bildmobil” einen eigenen Prepaid-Tarif.

Gut, mögen jetzt einige Menschen sagen, das ist nicht wirklich früh. Es ist sogar schon merkelesk spät, denn sich hinsetzen und warten, bis alle fertig gebrüllt haben, um dann mit einer Antwort zu kommen, sehen wir ja schon seit zwei Jahren in Berlin. Ebenfalls eine Parallele: Hier gibt es wenig wirkliche Neuigkeiten, bezahlt man doch zehn Cent pro Minute, die SMS-Preise werden noch nicht genannt und dürften darüber liegen. Wo um alles in der Welt ist die Sensation?

Und doch wird es erfolgreich sein, und warum? Aus dem gleichen Grund, warum ALDI trotz recht hoher Preise erfolgreich ist. Und der heißt: “Vertriebsweg”. Denn im Gegensatz zu simyo und Co. macht es sich Deutschlands erfolgreichstes Blatt Papier deutlich einfacher, seine Kunden zu erreichen. Sie verkaufen es da, wo auch die nicht-abonnierbare Tagesdings (Nein, zeitung nenne ich das nicht) erscheint. Und das entspricht der Zielgruppe, die nebenbei dann auch mobil die aktuellen Schlagzeilen sehen kann, denn:

Das neu gestaltete mobile Internetportal “bild-mobile.de” soll den Kunden kostenfrei zur Verfügung stehen. Für die Nutzung des Portals berechnet das Unternehmen keine Verbindungsentgelte.

Immerhin passen die Überschriften gut auf eine mobile Webseite. Ist ja schon mal was.

Mobilfunk: Immer runter mit den Preisen!

geschrieben von am 26. September 2007 um 08:53 geschrieben von am 26. September 2007 um 08:09

Die Deutschen telefonieren mobil zu teuer. Das mag den einen oder anderen Menschen erstaunen, vornehmlich aber wohl den einen oder anderen, der in der Führungsetage eines deutschen Handynetzes sitzt. Als Verbraucher können wir immer nur neidisch auf andere Länder schielen, in welchen die Preise schon deutlich weiter unten sind. Und so war es auch kein Wunder, dass der erste Netzbetreiber aus dem Klügel der “immer-mal-so-ein-paar-Cent-senken-damit-es-keinem-wehtut”-Preisabsprachen auszubrechen und laut inside-handy.de zu erklären:

Das nach der Kundenzahl drittgrößte deutsche Mobilfunkunternehmen E-Plus plant drastische Preissenkungen. “Die Preise im deutschen Mobilfunk müssen noch weiter fallen”, sagte der Vorstandssitzende der niederländischen E-Plus-Muttergesellschaft KPN, Ad Scheepbouwer. 

Als Nicht-Inhaber von Aktienpaketen eines Mobilfunknetzes kann ich gar nicht anders als zuzustimmen: Die Preise müssen runter, und das gerne noch ein ganzes Stück! Immerhin reden wir hier über ein ganzes Stück irrealer Preise: Die tatsächlichen Kosten eines Handytelefonats bewegen sich im Nachkommastellenbereich, was vor dem Komma geschieht, ist zum Teil auf Interconnection-Kosten zwischen den Netzen zurückzuführen, zum anderen auf eine Pi-mal-Daumen-Peilung der Netze. Das wäre doch mal ein Thema für 2008: Endlich Wettbewerb zwischen den Handynetzen!

Congstar-Werbung: Super Size Me!

geschrieben von am 27. Juli 2007 um 09:55 geschrieben von am 27. Juli 2007 um 09:07

BurgerwürgerIn der Werbung ist ja zunächst mal alles erlaubt. Jede noch so hohle Geschichte darf erzählt werden, solange die Botschaft die richtige ist: Unser Produkt ist toll. Und auch das ist bekannt: Je toller die Story im Spot, desto mehr rückt das Produkt in den Hintergrund. Wer kennt nicht einen super witzigen, süßen, netten, dramatischen oder “sonst- was “-Spot, bei dem man allerdings gerade vergessen, für welches Produkt der eigentlich war.

Jetzt haben wir im Mobilfunk also einen neuen Discounter. Congstar heißt die gar nicht so billige Billigmarke der Telekom. “Mobilfunk so einfach wie Fastfood” heißt der flotte Werbespruch. Fehlt eigentlich nur noch, dass es die Doppel-Whopper-Flatrate im DSL-Maxi-Menü in der Handy-Super-Size-Variante gibt. Und dabei wird deutlich, dass jung und frech gemeinte Werbung schnell nach hinten losgehen kann.