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Frequenzauktion: Ende gut, alles gut

geschrieben von am 21. Mai 2010 um 16:15 geschrieben von am 21. Mai 2010 um 16:05

Der Hammer ist nach sechs langen Wochen  gefallen und der Bieterkampf um die neuen Mobilfunkfrequenzen endlich beendet.  Allerdings mit einer Enttäuschung: Die vier Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus haben zwar um die Wette geboten, nach 224 Runden wurden jedoch nur rund 4,4 Milliarden Euro ausgegeben – und damit die Hälfte des erwarteten Betrages.  Peanuts im Vergleich zu der spektakulären UMTS-Auktion vor zehn Jahren, die gut 50 Milliarden Euro in die Staatskassen gespült hatte.

O2 verabschiedet sich vom letzten Viag-Überbleibsel

geschrieben von am 24. April 2009 um 19:03 geschrieben von am 24. April 2009 um 19:04
o2 can see

o2 can see

Angeblich haben sie in München zwei Jahre auf diesen Tag hingearbeitet. Die Tarif-Revolution wurde uns angekündigt und o2 oh ist dabei rausgekommen. Lange hätten sie den Tarif schon fertig gehabt – aber o2 oh, nein, so erklärte ein sichtlich bewegter Lutz Schüler, Geschäftsführer Marketing & Sales bei Oh2, o2 oh, dass sei mehr als nur ein Zahlenwerk, dass sei ein ganze Philosophie. Netzausbau, Kundenorientierung, Aufbau einer großen Shop-Infrastruktur und das alles begleitet von einer “nie da gewesenen” Kampagne hätte nur der Vorbereitung für diesen Tarif gedient. Fast hätte man meinen können, der Tag werde als historischer in die Analen der Mobilfunkgeschichte eingehen. Fast…

Handy-TV: Das war´s dann wohl

geschrieben von am 20. Juni 2008 um 14:34 geschrieben von am 20. Juni 2008 um 14:06

LG HB620-TNeue Dienste haben es im deutschen Mobilfunkmarkt traditionell sehr schwer. Zwar haben es die Gerätehersteller inzwischen geschafft, neben der Telefon-Funktion auch MP3-Player und Kamera im Gerät zu etablieren, die Netzbetreiber konnten daraus jedoch bislang kein Kapital schlagen.

Der seit Jahren einzig erfolgreiche Datendienst ist und bleibt die Kurznachricht per SMS. Auch das hochgepriesene mobile Internet dümpelt noch vor sich hin. Egal ob MMS, Push-to-Talk oder mobile Downloaddienste – alles schien zum Scheitern verurteilt. Wie ein Silberstreif am Horizont im Kampf gegen sinkende Durchschnittsumsätze (ARPU) klammerte sich eine ganze Branche verzweifelt an ein Thema: Handy-TV. Doch spätestens seit heute ist klar: Wieder wird es ein Dienst, mit dem der Mobilfunknetzbetreiber kein Geld verdienen wird.

Dabei schien der Plan einfach und leicht umsetzbar – weil sowohl Hersteller wie Netzbetreiber zu profitieren glaubten. Denn zum Empfang der Handy-TV-Inhalte brauchen Nutzer zum einen ein DVB-H-taugliches, neues Endgerät, zum anderen die Freischaltung des Dienstes bei Ihrem Netzbetreiber. Also quasi wie ein Hosentaschen-Premiere zum Mitnehmen. Pay-TV immer und überall.

o2-Hotline: Bitte nicht anrufen!

geschrieben von am 31. Oktober 2007 um 09:18 geschrieben von am 31. Oktober 2007 um 09:10

Ja, nun hat es mich auch erwischt. Da liest man immer wieder davon, Hotlines würden dem Angerufenen am Telefon jedes Wort im Munde umdrehen, und nun das: Ich bin Opfer eines Callcenter-Agents geworden. Und zwar nicht bei der Süddeutschen Klassenlotterie (die entweder meinen Kontoauszug kennen oder aber meine Nummer immer wieder erwürfeln) oder von Tele2, die ja so ungefähr täglich eine Abmahnung dafür bekommen würden. Nein, es war o2 Germany. Und das schlimmste: Ich habe selbst angerufen. Dass aber o2 inzwischen ebenso verzweifelt ist, seine Kunden zu halten, wie “kleinere” Firmen, dürfte ein Zeichen dafür sein, dass es mit “can do” nicht mehr weit her ist, dafür aber nur noch der Shareholder-Value zählt.

BASE-Internet oder “Für was eine Hotline nicht gut ist!”

geschrieben von am 5. Juli 2007 um 15:37 geschrieben von am 5. Juli 2007 um 15:07

“Es könnt alles so einfach sein…ist es aber nicht!” Dies singen die Fanta4 auf ihrem aktuellen Album und sie haben Recht. Nach der Erfahrung mit der O2 Hotline, dachte ich, dies wäre nicht zu toppen. Aber Erstens kommt es anders, und Zweitens als man denkt! Fangen wir vorne an: Was macht der Bürger, wenn ihm DSL oder gar Internet über Kabel-TV verwehrt bleibt, um trotzdem schnell im Internet unterwegs zu sein? Richtig, er sucht sich eine Alternative. Diese findet man unteranderem in den UMTS-Angeboten der Mobilfunkbetreiber. Nachdem BASE seine Internet-Flatrate nun auch ohne vorhandenen Handyvertrag anbietet, musste ich gleich zuschlagen. Gesagt! Getan! Und nach 3 Tagen habe ich das Paket erhalten. Ein bisschen verwundert war ich dann, als ich die Verpackung des UMTS-Modems auf machte. Wo war die Installations-CD?

Kostenlos…aber nicht umsonst!

geschrieben von am 26. Juni 2007 um 15:24 geschrieben von am 26. Juni 2007 um 15:06

Als Mobilfunkkunde hat man es nicht leicht: Zuerst muss man sich durch Unmengen von Tarifen wühlen, dann durch den Optionsdschungel kämpfen und wird, zu guter Letzt, auch noch von einer schier nicht enden wollenden Welle von Handys überschwemmt. Dabei den Überblick zu behalten, ist nicht einfach.

Hat man es dann aber alles geschafft und sich für Tarif- und Handymodell entschieden, ist man in der Regel für die nächsten zwei Jahre befreit und kann sich in Ruhe zurück lehnen um das gewählte „Menü“ zu genießen. Der Wunschkunde für die Netzbetreiber Otto-Normal-Kunde bleibt auch nach den zwei Jahren in der Regel seinem Anbieter und dem gewählten Tarif treu und sollte dafür auch belohnt werden. Genau dieser schaut jedoch darüber hinweg, das Bestandskunden sehr oft schlechter subventionierte Handyangebote zur Vertragsverlängerung bekommen, als Neukunden. Im Gegenzug dafür, darf man sich aber eine tolle Prämie in Form von Zusatzoptionen, Frei-SMS, und/oder Frei-Minuten aussuchen. (Das man dafür meist selbst die Initiative ergreifen muss, und bei der Hotline nachzufragen hat, lassen wir jetzt mal außen vor!)

Magere Zeiten: Vodafone und o2 verlieren Marktanteile

geschrieben von am 29. Mai 2007 um 11:51 geschrieben von am 29. Mai 2007 um 11:05

Die Wunderwelt der Ökonomie hat so manches in der Hinterhand, was den guten alten Otto Normalverbraucher verwirren mag. So kann man gleichzeitig wachsen und doch schrumpfen. Wie das geht? Nun, ganz einfach: Man verliert den Anschluss und wächst langsamer als alle anderen. So geschehen im ersten Quartal 2007 bei Vodafone und o2. Denn trotz wachsender Kundenzahlen gehen beiden langsam Marktanteile verloren. Doch da hören die Parallelen schon auf: Beide dürften ganz unterschiedlich damit umgehen müssen.

Taschenspieler-Trick: o2 Germany ist die Nummer 3/4

geschrieben von am 16. Mai 2007 um 11:09 geschrieben von am 16. Mai 2007 um 11:05

o2 Hauptquartiero2 Germany hat seine Quartalszahlen bekannt gegeben, und die sehen entgegen den Nachrichten der vergangenen Tage gar nicht so schlecht aus: Mehr Kunden machen sich immer gut, und damit kann man auch hausieren gehen, wie inside-handy.de schreibt:

Mit 159.000 Neukunden wuchs die Zahl der Gesamtkunden des Münchner Unternehmens auf nunmehr 11,2 Millionen an.

Das klingt doch schon mal einwandfrei, oder? Aber nicht genug der guten Meldungen, es geht noch weiter:

Der Umsatz aus Mobilfunk- und DSL-Geschäft lag in den 3 Monaten bis 31. März bei 843 Millionen Euro. Dabei stammen knapp 10 Prozent des Umsatzes aus dem Geschäft von Telefónica Deutschland. Der Marktanteil nach Umsatz aus dem Mobilfunkgeschäft liegt bei circa 14 Prozent. Damit ist o2 beim Umsatz die Nummer drei im Deutschen Mobilfunkmarkt.

Das ist dann allerdings ein nicht mehr ohne Einwände hinzunehmen, denn die Größe eines Unternehmens so schön zu reden, ist schon dreist.