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Ich glotz Web-TV: Seehofer, der Gaddafi-Song und Cocksucker

geschrieben von am 28. Februar 2011 um 18:08 geschrieben von am 28. Februar 2011 um 18:02

Auf kaum einer Plattform spiegelt sich das aktuelle Zeitgeschehen so vielschichtig wider wie auf der Videoplattform Youtube. Dabei spielt es keine Rolle ob Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer mit einem Live-Interview das Web 2.0 erobern möchte, ein 31-jähriger Israeli einen Gaddafi-Remix einspielt oder die Kölner Jungs von Y-Titti Til Schweigers neuesten Kino-Standard-Schwachsinn aufs Korn nehmen – hier zählt nicht die Bekanntheit der Protagonisten sondern der Klick. Wer up-to date sein möchte, sollte einen Blick auf unsere aktuelle Youtube-Auswahl werfen:

Wie N24 das “N” verlor

geschrieben von am 14. Dezember 2009 um 15:32 geschrieben von am 14. Dezember 2009 um 15:12

Neulich vor der Glotze… Der Kriegswaffendokusender ehemalige Nachrichtensender N24 denkt ernsthaft darüber nach, künftig keine Nachrichten mehr zu senden. Witzig, oder? Das wäre so, als würde Playboy-Chef Hugh Hefner darüber nachdenken, in seinen Magazinen künftig auf Nacktfotos (z.B. von N24-Wetterfee Andrea Kempter) zu verzichten.

Obwohl – Nachrichten auf N24? Nehmen wir mal einen beliebigen Tag, vielleicht Sonntag, um 17 Uhr: Moderator Markus Tychsen begrüßt kurz sein Publikum und informiert dann in 45 Sekunden ausführlich über die Geschehnisse rund um den verhängnisvollen Luftangriff im afghanischen Kundus. Kurz drei Sätze vorlesen muss reichen, und ob jetzt Verteidigungsminister von und zu Guttenberg wegen der paar toten Zivilisten zurücktreten muss, interessiert die N24-Zielgruppe ja nicht wirklich.

Zumindest in der Kategorie "Schönste Wetterfee" hat N24 dank Andrea Kempter die Nase weit vorn

Zumindest in der Kategorie "Schönste Wetterfee" hat N24 dank Andrea Kempter die Nase weit vorn

UEFA, ich will meine GEZ zurück!

geschrieben von am 27. Juni 2008 um 11:17 geschrieben von am 27. Juni 2008 um 11:06

Kein Bild - kein Ton...Nein, mit einer simplen “Entschuldigung” ist es nicht für mich getan. Ich bin sicher, dass mich das schlechte Spiel der deutschen Mannschaft im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft gegen die Türkei nicht nur Nerven sondern auch etliche Jahre Lebenszeit gekostet hat. Doch der größte Aufreger des Abends sind für mich nicht die (schön herausgespielten) Tore der Türkei, nicht “Last-Minute-Lahm“, nicht “Pannen-Rüstü” oder gar “Lu-Lu-Lu-Lukaspodolski“, sondern 18 ganz lange Minuten Bildausfall, notdürftig kaschiert mit verzögertem schweizer Bildmaterial, bei dem man vom hörbar überforderten Bela Rethy Sekunden vor dem Ereignis bereits über dessen Hergang informiert wurde. Der Kommentator jubelte also bereits über Kloses Kopfballtor, ehe man es zu sehen bekam. Heute erfährt man nun, dass das ZDF gegenüber der UEFA Schadensersatz einfordern will – dabei wurden die TV-Rechte doch auch mit meinen GEZ-Gebühren bezahlt. Also kann die Forderung doch nur lauten: UEFA, ich will meine GEZ zurück.

Handy-TV: Das war´s dann wohl

geschrieben von am 20. Juni 2008 um 14:34 geschrieben von am 20. Juni 2008 um 14:06

LG HB620-TNeue Dienste haben es im deutschen Mobilfunkmarkt traditionell sehr schwer. Zwar haben es die Gerätehersteller inzwischen geschafft, neben der Telefon-Funktion auch MP3-Player und Kamera im Gerät zu etablieren, die Netzbetreiber konnten daraus jedoch bislang kein Kapital schlagen.

Der seit Jahren einzig erfolgreiche Datendienst ist und bleibt die Kurznachricht per SMS. Auch das hochgepriesene mobile Internet dümpelt noch vor sich hin. Egal ob MMS, Push-to-Talk oder mobile Downloaddienste – alles schien zum Scheitern verurteilt. Wie ein Silberstreif am Horizont im Kampf gegen sinkende Durchschnittsumsätze (ARPU) klammerte sich eine ganze Branche verzweifelt an ein Thema: Handy-TV. Doch spätestens seit heute ist klar: Wieder wird es ein Dienst, mit dem der Mobilfunknetzbetreiber kein Geld verdienen wird.

Dabei schien der Plan einfach und leicht umsetzbar – weil sowohl Hersteller wie Netzbetreiber zu profitieren glaubten. Denn zum Empfang der Handy-TV-Inhalte brauchen Nutzer zum einen ein DVB-H-taugliches, neues Endgerät, zum anderen die Freischaltung des Dienstes bei Ihrem Netzbetreiber. Also quasi wie ein Hosentaschen-Premiere zum Mitnehmen. Pay-TV immer und überall.

Ausgerechnet Maybrit

geschrieben von am 5. Juni 2008 um 12:19 geschrieben von am 5. Juni 2008 um 12:06

Na endlich! Nachdem sich die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, das Informations-Bollwerk des deutschen Fernsehens, bislang mit Sendungen zum Thema Telekom-Spitzelaffäre zurückgehalten haben, gibt es nun einen Lichtblick am Horizont.

MAybrit Illner

Nachdem bei Anne Will zum x-ten mal die Linkspartei Thema war und bei Frank Plasbergs “Hart aber Fair” über die Topmodel-Gesellschaft palavert wurde, nimmt sich nun endlich eine Talkrunde aus der ersten Reihe dem Top-Thema der letzten anderthalb Wochen an.

Nina Hagen bei Maischberger: Nicht gesellschaftsfähig

geschrieben von am 7. November 2007 um 12:10 geschrieben von am 7. November 2007 um 12:11

Gäbe es Nina Hagen nicht, man müsste sie auch nicht erfinden. Sicherlich hatte die Dame ihre Qualitäten, doch das war zu Zeiten, da es in Berlin noch Mauern und im Radio noch keine Superhits der 70er und 80er Jahre gab. Denn was die deutsche Rock-Röhre (ich glaube, das gehört mehr zu Tina Turner, aber ich wage es gar nicht, im Netz nach Alternativ-Bezeichnungen zu suchen) in den vergangenen Jahren geleistet hat, ist wohl eher eine Therapie, die in der Öffentlichkeit ausgelebt wird.

Sicherlich: Wer sich Frau Hagen einlädt, der sollte wissen, was er/sie bekommt. Nämlich eine Frau, die das perfekte Beispiel für eine misslungene antiautoritäre Erziehung darstellt. Doch wenn Sie sich über weite Teile der Sendung als doof wie Brot präsentiert, die Talkshowgäste aufs Übelste beleidigt und damit nicht ein Mindestmaß an Toleranz walten lässt (im Gegensatz zu jedem Menschen, der sie erträgt), hat sich nicht mehr für eine Teilnahme an einer Diskussionsrunde qualifiziert. Eigentlich wäre hier der zweite Rauswurf im TV dran gewesen. Doch das geht natürlich auch nicht, wäre doch damit der Rauswurf aus Talkshows geadelt worden.

Also bleibt das Dilemma: Frau Maischberger muss sich medial an den Kopf fassen, dass so etwas geschehen ist, und Frau Hagen ist weiterhin zwar nicht gesellschafts-, aber doch talkshowfähig. Das jedoch ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden GEZ-Zahlers, erwartet dieser doch im Regelfall mehr für die Gebühren als ein infatil brabbelndes Häufchen Schminke, dass sonst aus gutem Grund nur bei RTL schwadroniert. Bildungsauftrag verfehlt, 6, setzen!

Ach, für diejenigen, die es nicht gesehen haben, hier der bewundernswerte Abgang der Vernunft:

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