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Taschenspieler-Trick: o2 Germany ist die Nummer 3/4


o2 Hauptquartiero2 Germany hat seine Quartalszahlen bekannt gegeben, und die sehen entgegen den Nachrichten der vergangenen Tage gar nicht so schlecht aus: Mehr Kunden machen sich immer gut, und damit kann man auch hausieren gehen, wie inside-handy.de schreibt:

Mit 159.000 Neukunden wuchs die Zahl der Gesamtkunden des Münchner Unternehmens auf nunmehr 11,2 Millionen an.

Das klingt doch schon mal einwandfrei, oder? Aber nicht genug der guten Meldungen, es geht noch weiter:

Der Umsatz aus Mobilfunk- und DSL-Geschäft lag in den 3 Monaten bis 31. März bei 843 Millionen Euro. Dabei stammen knapp 10 Prozent des Umsatzes aus dem Geschäft von Telefónica Deutschland. Der Marktanteil nach Umsatz aus dem Mobilfunkgeschäft liegt bei circa 14 Prozent. Damit ist o2 beim Umsatz die Nummer drei im Deutschen Mobilfunkmarkt.

Das ist dann allerdings ein nicht mehr ohne Einwände hinzunehmen, denn die Größe eines Unternehmens so schön zu reden, ist schon dreist.

Woran soll sich denn ein Außenstehender orientieren? Am Umsatz? Entschuldige, liebes Marketing, aber das wird nicht funktionieren. Denn Umsatzzahlen sind so erotisch wie Sportsocken (es sei denn, man hält Aktien), und vor allem überhaupt nicht transparent. 846 Millionen Euro klingen einfach nach einer sehr hohen Zahl, sonst nichts.

Es mag ja ein akademisch zulässiges Rechenbeispiel sein, aber der “größte” ist immer noch in der Wahrnehmung der Menschen derjenige, der die meisten Kunden hat. Natürlich muss VW zehn Golfs verkaufen, um den gleichen Umsatz zu machen wie ein Rolls Royce. Und trotzdem: Stellt man die elf Autos auf den Hof, stehen da mehr VWs. So einfach ist das.

Nein, sich mit dem Umsatz zur Nummer drei zu erklären, ist ein Rechenspielchen für Analysten. Mit der Realität in der deutschen Mobilfunklandschaft hat das nicht viel zu tun.

Bildquelle: o2 Germany

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6 Kommentare zu “Taschenspieler-Trick: o2 Germany ist die Nummer 3/4”

  1. Yannick:

    Die Frage ist doch, ob o2 nach Umsatz die Nummer drei im Mobilfunk-Markt bleibt, wenn man die mobilfunkfremden Umsätze zB aus dem DSL-Geschäft herausrechnet. Ich kann doch nicht Birnen, Gurken und Tomaten in eine Kiste packen, ein paar Äpfel obendrauf legen und sagen, ich bin der größte Apfelproduzent….

  2. O2 Businesskunde:

    Umsatz ist völlig nebensächlich. Lieber nur 100 Millionen Umsatz und 1 Millionen Gewinn, als 1 Mrd Umsatz und 10 Millionen Verlust.
    Und lieber mit 10 Kunden erfolgreich Geld verdienen, als mit 100 Verlust machen.
    Kundenzahlen sind längst nicht das Maß der Dinge für ein Unternehmen, ebenso wie Marktanteile.
    Marktanteile kann man mit erheblichem Marketingaufwand mühelos schnell steigern. Die Kunst ist, am Ende Profit zu machen, damit man die Gehälter bezahlen kann.

  3. JimBim:

    Ehrlich gesagt ist es mir vollkommen wurscht, ob o2 nun Nummer 3 oder 4 ist. Wie man Zahlen verdrehen kann, das kennt man ja schon von unserer Regierung. Also nichts Neues!
    Den letzten Platz belegt bei mir jedenfalls eindeutig e-plus. Ein Netz wo ich nie Empfang hatte. Mir ging es einst ähnlich diesem Mann hier:
    http://www.teltarif.de/forum/a-eplus/1380-1.html
    Darum bin ich auch zu o2 gewechselt und wohl auch dank D1 Roaming kann ich wirklich überall telefonieren.

  4. horscht:

    Ich weiss nicht was der autor will, es geht in dem artikel um den umsatz, nicht mehr und nicht weniger, das ist eine feststellung, da wird nichts schöngeredet. o2 ist eben af platz 3, auch wenns wirklich nur der umsatz ist!

  5. handytick:

    Jain,

    bislang wurde meist die Kundenanzahl als Messinstrument genommen. Die Kundenanzahl sagt aber noch viel weniger aus, als der Umsatz insgesamt. Der Arpu des Kunden sollte noch genannt werden. Schwierig hier immer die richtigen Messinstrumente zu wählen, da man auch mit einem hohen Arpu und wenig Kunden im Mobilfunkbereich nichts gewinnen kann bei nur 4 Anbietern.

    o2 hat seine Zahlen aber schon immer sehr positiv interpretiert.

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