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Umgefallen: Google wirbt für Google


Neulich bei Google… Der Suchmaschinen-Gigant war ja immer zurecht stolz auf seine SEHR übersichtliche Startseite: Ein “Google“-Schriftzug (damit man weiß, wo man ist), ein Suchfeld und ein paar kleine Links drumherum. Und vor allem: KEINE WERBUNG! Ähnlich hielt es im Fußball immer der FC Barcelona, der Jahr für Jahr millionenschwere, lukrative Werbeverträge für die Trikotbrust seiner Spieler ausschlug – 107 Jahre lang. Nun gut, Barca ist vor einiger Zeit dem eigenen Ideal untreu geworden und wirbt seit 2006 für – immerhin – Unicef, wobei die Einnahmen der Hilfsorganisation zugute kommen.

Vorsicht: Wenn Sie jetzt auf das blaue Feld klicken, ...

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Doch zurück zu Google: Seit kurzem findet sich unter dem Suchfeld der Link: “Neu! Es ist da: Das G1 Handy.” Moment mal: Das ist doch Werbung! Klicken wir mal drauf… Die Seite von Google Mobile öffnet sich, auf der das neue T-Mobile-Handy G1 angepriesen wird. Klickt man nun auf den Button “Das T-Mobile G1 erleben”, landet man wo? Klar: Bei T-Mobile. Super, das Teil kostet ja nur einen Euro… Gekauft!

Nun gut, das G1 hat sich als erstes Handy bereit erklärt, mit Googles Betriebssystem Android zu kooperieren – aber muss man deshalb die gesamte Firmenphilosophie über Bord werfen? Was kommt als Nächstes? Obwohl: Strenggenommen bleibt Google seiner Unternehmensrichtlinie ja treu. Wie heißt es im Unternehmensprofil bei Punkt 6: “Man kann Geld verdienen, ohne jemandem damit zu schaden.

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6 Kommentare zu “Umgefallen: Google wirbt für Google”

  1. Freitag:

    Danke für den Hinweis! Das ist mir noch gar nicht aufgefallen!!!

  2. Ralf:

    Durchaus legitim, die eigenen vorhandenen (Werbe-)möglichkeiten zu nutzen. Nur mit dem “Spruch” Geldverdienen ohne jemandem zu schaden, wäre ich vorsichtig. Irgend jemand schadet man immer! Und wenn es der Umwelt ist, oder den unterbezahlten (K)indern oder…

  3. Kai Kiste:

    … oder den überbezahlten Kindern, die sich das G1 bestellen und nachher feststellen, dass es zwar nur 1 Euro Anschaffungskosten, aber 100 Euro monatlich Folgekosten verursacht…

  4. Mark:

    Nix gegen die Werbung, das finde ich durchaus legitim. Die Folgekosten bei T-Mobile allerdings weniger…

  5. Chris:

    Ich finde da nix verwerfliches daran für das eigene Produkt etwas zu werben, tun sie sonst ja auch, wenn sie auf Googlemail, Googledocs,.. verweisen.
    Zur Sache mit dem Geldverdienen und jmd. schaden: kann schon so sein, dass man wirklich keinem schadet, da die besten Geschäfte immer noch die sind, wo es zu einer Win-Win-Situation kommt, also beide profitieren. Und jetzt mal abgesehen von der Datensammelwut bietet Google doch sehr viele praktische Tools zum Nulltarif, da überwiegt doch eindeutig der Nutzen, oder?

  6. Kai Kiste:

    Nunja, hier geht’s ja nicht darum, dass Google für sein G1 Werbung macht – soll mir doch egal sein -, sondern dass Google entgegen der eigenen “Philosophie” plötzlich überhaupt erstmals Werbung auf seiner Startseite macht.

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