Unaufgeräumt: Das Internet ist bald zu voll
“Wie sieht das hier nur wieder aus? Musst Du immer alles herum liegen lassen? Was für ein Schweinestall! Wie kann man sich hier nur wohlfühlen?” Wer sich an solche oder ähnliche pädagogisch wertvolle Äußerungen noch erinnern mag, dem wird die jüngste IDC-Forderung nur bekannt vorkommen: Wenn alles so weitergeht, dann liegen in gerade einmal drei Jahren überall Daten herum, und keiner hat mehr einen Überblick. Das Internet verstopft, und auch auf dem heimischen PC liegen Gigabytes an Krempel rum, und das nur, weil keiner mehr Ordnung hält. Computernutzer sind anscheinend kleine Daten-Messies. Das schreibt zumindest Der Standard:
Rund eine Billion Gigabyte an Daten wird sich bis 2010 auf der Erde anhäufen. Mit dieser Schätzung hat das Marktforschungsinstitut IDC am Dienstag vor zukünftigen Engpässen an Speicherplatz gewarnt.
Tja, es sieht anscheinend wirklich so aus, als sei bald Schluss mit lustig, immerhin werden dann wohl die Festplatten platzen. Ich frag mich nur mal wieder, warum eigentlich der Speicherbedarf so enorm wächst. Immerhin wächst so eine MP3-Datei nun nicht mehr, und die Pornos, die (statistisch völlig unbelegt) die Hälfte des Internet-Traffics ausmachen, werden nun auch nicht sofort höher ausgelöst. Egal: Marktforscher werden ja dafür bezahlt, immer mehr zu wissen als unsereins. Das tolle ist, dass wird von denen auch gleich die richtige Lösung präsentiert bekommen: Unwichtige Daten sollen einfach gelöscht werden. Unglaublich, revolutionär, nie dagewesen! Hallo Mama, seit wann arbeitest Du bei IDC?
Bildquelle: PixelquelleÂ
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